Tel Aviv Blog

Leben im nicht ganz so heiligen Land

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Pastrama Yekish

December 29th, 2009 · 2 Comments

Also, heute habe ich eine Email von Oliver bekommen. Er hat mir ein Video geschickt und ich stehe immer noch fassungslos vor diesem Video. Man verzeihe mir meine Schriebe, ich bin ziemlich durch, aber das ist einfach unglaublich. So unglaublich, dass ich das Video gleich bei youtube hochladen musste, vermutlich werde ich dafür verklagt, einerlei.

Dieses Video ist hochgradig kulturell, soziologisch und psychologisch aufgeladen. Natürlich ist der Umgang mit allem was Deutsch ist in Israel schwierig, aber die Yeken (wie schreibt man das?), d.h. deutsche Einwanderer sind ein Fall für sich. Kulturell Deutsch, aber trotzdem Juden.

Es gibt wo eine Familie, die unmittelbar nach dem Krieg eingewandert ist und in Israel gemacht hat, was sie ben können: Wurst. Heute ist die Firma dank deutscher Tugenden ein Konzern, die Wurst sieht furchtbar aus :-).

Trotzdem werden die alten Tugenden beschworen. Fazit, die Werbung ist fantastisch, bombastisch. Die Wurst minderwertig :-).

Auffällig sind die Stereotypen von Zuverlässigkeit, Gründlichkeit und Pedantismus. Es wird darüber gelacht, auf der anderen Seite glaubhaft (trotz aller Ironie), dass eben diese Tugenden etwas ‘gut’ machen.

Es ist sehr lustig, wenn man hört, dass Deutschland Exportweltmeister ist und sich darunter nicht wirklich etwas vorstellen kann. Allen voran werden natürlich Autos, Maschinen und Kriegsgerät exportiert. Auch in Israel fahren MAN Busse herum und man sieht deutsche Baumaschinen.

Interessant sind die kleinen Dinge, denen man gar nicht sofort ansieht, dass sie ‘deutsch’ sind. Die Firmen haben einen hervorragenden Ruf und gerne zahlt man ‘mehr’, wenn es z.B. um Gesundheit geht. wie z.B. Kinderschuhe von Elefanten oder Kinderzahnpasta Weleda.

Wem fallen denn noch mehr deutsche Produkte ein, die man in Israel kaufen kann?

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Dating in Israel

July 6th, 2009 · No Comments

Letzte Woche habe ich mal wieder einen Blick auf jdate geworfen, vielleicht weil ich mich etwas langweile und immer noch Single in Israel bin. Manche Freunde fragen mich: wie schaffst Du es, in Tel Aviv Single zu sein? Ganz einfach: viel arbeiten und rumschnauzen, geht ganz locker. Sehr gut funktioniert auch: “Ich habe keine Lust mehr diese Frage zu beantworten, weil ich sie immer gestellt bekomme” auf “Warum bist Du nach Israel gekommen” zu antworten. Aber Spaß beiseite.

jdate.com ist tatsächlich zu empfehlen, die Oberfläche funktioniert einwandfrei und ist sehr schnell. Bislang habe ich auf jdate.com nur ernstezunehemde Singels kennengelernt. Einziger Makel ist aus meiner Sicht, dass Frauen weniger zahlen müssen als Männer, aber vielleicht ist die jüdische Welt einfach ein bisschen konservativer.

Für Frauen gibt es zudem die „ich kann einmal kontakten“ Regel, die den unwissenden Mann ins Grübeln bringen kann. Eine Frau kann auf jdate eine mail an aus dem System schreiben, ohne den Mitgliedsbeitrag zahlen zu müssen. Das geht bei Männern nicht, die können nur mails schreiben, wenn sie bezahlt haben. Frauen können auch die erste Antwort das Mannes lesen, dann aber nicht mehr antworten, zumindest nicht ohne zu bezahlen.

Man bekommt in der logischen rationalen Folge mails in folgendem Stil:

-> Kann ich bitte Deine Telefonnummer haben?

Anfangs war ich so blöd und habe erst mal so geantwortet, was denn die Eile soll und so. Ernsthaft interessierte schicken entweder eine weitere mail über einen Freund / Freundin (was mir einmal passiert ist) oder sogenannte Flirts, die unbegrenzt geschickt werden können. Allerdings ohne eigenen Text, nur mit „wie wäre es mit einem Drink?“. Das muss Mann dann verstehen. Dazu muss man wissen, dass man in einen Flirt als zahlender Mann eine email Adresse schreiben kann.

Hat Mann das System noch nicht verstanden, kann Mann schon Zweifel an Ihrer Zurechnungsfähigkeit bekommen: zunächst wird hektisch nach der Telefonnummer gefragt, auf die gemütliche Antwort folgt erst Schweigen und dann kommen ständig nervige Standartflirts. Einmal habe ich mich jdate beschwert, weil ich dachte, dass sie rum spammt.

Aha, irgendwann hat Mann es dann verstanden und siehe da: als Antwort genügt eine einfache email Adresse und Schwups, erhält Mann Antwort.

Ich weiß aber wirklich nicht, ob man jdate als jüdisches Daten bezeichnen kann, vermutlich ist es mal wieder so wie immer: es kommt auf die Subkultur an. Ich kann eigentlich nur von israelischem Daten sprechen, da läuft alles recht locker ab: einmal mailen, einmal telefonieren und einmal Treffen. Wenn sie dann noch ans Telefon geht will sie f…

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Techno Tel Aviv

June 2nd, 2009 · Comments Off

Neulich hatte ich mal wieder (wenn auch nur für kurze Zeit) eine Freundin, die gleich auf eine Techno Party geschleppt hat. Die Atmosphäre war toll. Die Party fand am Samstag Nachmittag statt (zu vergleichen mit dem Sonntag in Deutschland) und sollte um 14 Uhr in einem alten Industrieviertel stattfinden. Die kultige Party begann natürlich erst um 16 Uhr, aber die Sonne hat noch ein bisschen geschienen und die Atmosphäre war einmalig.

Von der besagten Technoparty in Tel Aviv habe ich leider keine Bilder, aber ich habe auf youtube was gefunden, was auch noch zu “Karneval in Tel Aviv passt. Die Atmosphäre war sehr sehr ähnlich: völlig relaxed, stoned, in Bewegung und machmal auch cool:

Dieser Post über Techno in Tel Aviv wird bei Interesse noch ausgebaut.

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Karneval Tel Aviv

June 2nd, 2009 · Comments Off

Das Purim Fest geht zurück auf das Alte Testament und erinnert an die Rettung der Juden durch Königen Esther im persischen Reich. Nun, wer die Geschichte genauer nachlesen möchte, der kann sich an eine der zahllosen Quellen im Internet wenden.

Hier geht es um Karnaval in Tel Aviv oder besser Purim in Tel Aviv. Juden verkleiden sich traditionell zum Purimfest. Eine Sitte, die vor allem in Tel Aviv zu faschingähnlichen Partys führt. Die Verkleidungen entsprechen nicht der deutschen Mode zu Karnaval, die Kostüme sind viel ausgefeilter und witziger.

Purim liegt meist im März (die gregorianische und der jüdische Kalender sind nicht deckungsgleich), so dass das Wetter schon ganz ordentlich ist. Vor allem Abends werden in ganz Tel Aviv rauschende Feste gefeiert, vor allem in einem bestimmten Viertel: Florentin.

Das Florentin Viertel im Süden von Tel Aviv hat einen Aufstieg vom Arme Leute Viertel hin zum Viertel für Alternative, Studenten und Künstler hinter sich. Auf der Hauptstraße des Viertels (Florentin) ist nach 23 Uhr kaum noch ein Durchkommen. Es ist brechend voll, fast alle Feiernden sind verkleidet.

Alkohol gibt es reichlich, aber nicht in Strömen, wie es beim Fasching in Deutschland der Fall ist. Die Leute feiern ausgelassen, aber es gibt Grenzen.

Purim in Tel Aviv sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man im Februar/März ohnehin eine Reise nach Israel plant. Selbst eingefleischte Karnevalsmuffel (wie ich) können hier ihren Spaß haben, weil die Atmosphäre nicht ganz so ausufernd ist, wie in Deutschland.

Hier noch einige weitere Impressionen: Purim

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Chamsin oder Hamsin?

May 4th, 2009 · No Comments

Ich erinnere mich noch an meine Israelbesuche mit meinen Eltern als ich klein war. Irgendwann während jedes Urlaubs fing mein Vater an zu erzählen, dass jetzt ein Hamsin ansteht und die Leute dann durchdrehen. Ein Chamsin ist ein warmer Wind aus der Sahara, der meist im Frühjahr für einige Tage über Israel hinwegweht. Ein warmer Föhn. Soweit die Theorie. Als Kind konnte ich allerdings keine Wetteränderung feststellen.

Auch die Übersetzungen der Gespräche auf der Straße überzeugten mich nicht so recht. Mein Vater übersetzte Gesprächsfestzen: “Du machst Deiner alten Mutter noch nicht mal ein Brot” und zeigte auf eine alte und eine junge Frau, die auf einem Balkon saßen. Die Leute drehen wegen des Hamsin in Israel durch. Überzeugend war das nicht so recht, schließlich jammerte meine Oma unabhängig vom Chamsin ständig. Und überhaupt schein sich das Wetter gar nicht zu verändern, es war immer Eitel Sonnenschein.

Nun wurde wieder einmal ein Chamsin in Israel angekündigt und ich bin knappe 40. Gestern wurde es schwül, die Abgase sind nicht mehr abgezogen und in jeder Ecke von Tel Aviv hat es noch mehr gestunken als sonst. Das ist das eigentlich nervige am Hamsin in Tel Aviv: die vorhergehende Inversionswetterlage. In höheren Schichten ist die Luft wärmer als in unteren Schichten und die Abgase können nicht mehr abziehen.

Über Nacht kam der warme Wind, meine Fensterläden klapperten die ganze Nacht. Ich finde den warmen Wind nicht so schlimm, immerhin ist der Gestank abgezogen, nur auf dem Fahrrad war es etwas nervig, weil ich gegen den Wind fahren musste und der Hamsin mir Sand in die Augen bließ.

Übrigens beschweren sich alle Leute tatsächlich von morgens bis abends über den Chamsin in Tel Aviv. Es wäre warm, man würde von dem Hamsin nervös, usw.

Dabei ist der Chamsin in Tel Aviv gar nichts. Im August kann man im Negev in Israel einen richtig schönen Hamsin genießen. Man steigt aus dem (hoffentlich klimatisierten Auto aus) und hat das Gefühl, man bekäme einen Föhn ins Gesicht gehalten. Der Wind ist nicht warm, sondern heiß!

Nun ist es mittag und mein Kreislauf spielt verrückt. Es sieht so aus, als hätte ich mich in die Riege der “über den Chamsin Beschwerer” eingereiht. Es ist auch nicht mehr Eitel Sonnenschein draußen: es ist warm und es sieht nach Nebel aus. Tatsächlich ist es feiner Sand.

Zum Glück wurde meine Wohnung erst gestern geputzt, so kann ich den Sand in meiner Wohnung heute abend besser begutachten.

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UN Schule von Israel bombardiert

February 5th, 2009 · 2 Comments

Am 6. Januar 2009 machte die vermeidliche Bomardierung einer UN Schule durch israelisches Militär die Runde durch die Weltpresse.

Ich habe ehrlich gesagt gar keine Lust, dies alles länger auszuführen,  im Prinzip interessiert es ohnehin niemanden.

Nach einem Artikel, der gestern von der Jerusalem Post veröffentlicht wurde, musste die UN nach einer Untersuchung wohl klarstellen, dass sich die damaligen Ereignisse wohl ehrer außerhalb der UN Schule als in der UN Schule abgespielt haben.

UN Klarstellung - Schule doch nicht bombardiert

Wie perfide die Hamas in ihrer Propaganda vorgeht ist für mich ohnehin klar, wie dümmlich sich die Presse davon einlullen lässt, ist für mich unterträglich. Der Schuldige steht ohnehin fest: der israelische Agressor.

Dass die Hamas die UN Lieferungen zunächst einmal an ihre eigenen Anhänger verteilt, Kinder als Schutzschilde missbraucht und Regimegegener gnadenlos verfolgt, spielt dabei offensichlich keine Rolle.

Feige terroristische Parteien haben wohl neuerdings die Presse hinter sich.

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Tod dem Saft!

January 5th, 2009 · 1 Comment

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So, wir sind mal wieder die bösen und unverhältnismäßig, ja ja. Israel ist böse, weil es nach fünfjährigem Raketenbeschuss durch die Hamas einfach die Schnauze voll hat von albernen Spielen und megaschlauem Taktieren durch die Hamas.

Ich habe ehrlich gesagt auch die Schnauze voll davon, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, sprich: Palästinenser dürfen sich wie Untermenschen verhalten und Juden sollen sich im Gegenzug doch bitte gepflegt weiter mit Raketen beschießen lassen. Nein, ich möchte bitte richtig verstanden werden. Palästinenser sind keine Untermenschen, sondern ihre völlig verblödeten, engstirnigen und vor allem verantwortungslosen politischen Führer. Ich habe die Schnauze gestrichen voll davon zu hören, dass die Juden alles Schuld sind und die Palästinenser folglich keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Das gilt auf Makroebene (ihre Führer) und leider auch auf Mikroebene (durch die Führung geschickt gesteuert): Anstatt ein neues Leben aufzubauen, bleibt alles beim Status ‘Flüchtlinge’, damit auch ja alles beim Alten bleibt.

Denn eins ist klar: es könnte den Palästinensern ganz schnell besser gehen als den Arabern in der Region, wenn es endlich zu einem vernünftigen Austausch kommen würde. Allen denjenigen, die sagen die Raketen der Hamas seien legitim, denen rate ich endlich mit dem Beschuss des Sudetenlandes zu beginnen und die Sudetendeutschen endlich in Flüchtlingslager zu stecken, damit man auch ja die ganze Zeit rumheulen kann, dass die Sudetendeutschen vertrieben wurden. Dann bringt man ihnen bei, wie man Raketen baut und schon kann es losgehen. Nein, die Situation in Deutschland und in Israel ist nicht zu vergleichen. Es geht mir um etwas anderes: um Verantwortung.

Die Palästinenser müssen Verantwortung übernehmen, sich sozial und wirtschaftlich aus dem Schock herausarbeiten und ein neues Leben beginnen. Das geht aber nicht, wenn man sich den ganzen Tag damit beschäftigt, auf die bösen Juden zu zeigen, anstatt an der Zukunft zu arbeiten.

Das geht freilich nicht, wenn palästinensische Führer ihren Leuten die ganze Zeit erzählen, dass dies nicht geht, bevor ‚der Feind‘ das Land verlassen hat. Für die Hamas wäre ein gutes Verhältnis zwischen Israel und Palestina sicherlich ein Alptraum, weil die Palästinenser die fundamentalistische Gesinnung der Hamas ganz schnell über Bord werfen würden und sich lieber damit beschäftigen werden, als Muslime ein schönes, besseres Leben zu führen (man verzeihe mir meine naive Darstellung). Die Mittel zur Polarisierung, oder besser die Konfliktlinien wären verschwunden und diese braucht die Hamas dringend um sich selbst zu legitimisieren.

Besser wird es natürlich auch nicht, wenn die palästinensischen Führer sich Hilfsgelder lieber selber in die Tasche stecken, wie es die Fatah jahrelang praktiziert hat. Frau Arafat lebt heute mit einem geschätzten Vermögen von 300 Millionen Dollar in Paris. Da wundert es mich wenig, dass die Palästinenser lieber die Hamas wollten. Die hat aber nichts Besseres zu tun, als die eigene Bevölkerung ins Verderben zu treiben, anstelle bei der EU heulen zu gehen. Die EU hätte mit Sicherheit einige hundert Millionen Euro klar gemacht, die man sehr sinnvoll hätte nutzen können, z.B. zu einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Einwohner in Gaza. Warum? Weil man ohne Konflikte nicht polarisieren kann.

Aber es ist ja besser, seinen Leuten zu erzählen, dass die Juden alles Schuld sind und sich wie Untermenschen zu benehmen, indem man feige, bewusst und völlig verantwortungslos eine Aufrüstung auf Kosten der Bevölkerung betreibt und in dieser Feigheit soweit geht, Kindergärten, Moscheen und soziale Einrichtungen zu Waffenlagern umzufunktionieren.

Ich frage mich, wann die palästinensischen Führer endlich aufhören, Ihre eigene Bevölkerung für ihre Zwecke zu missbrauchen und Verantwortung für eine echte Verbesserung der Situation zu übernehmen.

Es wird wohl langsam Zeit, denn auch den arabischen Nachbarn scheint der Geduldsfaden gerissen zu sein. Ägypten hat sich immer für die Palästinenser eingesetzt, aber (das kann man zwischen den Zeilen lesen) jetzt endgültig die Geduld verloren. Ähnlich sieht es mit Jordanien und den Saudis aus.

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Jew Jitsu oder was Billy the Jid für eine Handvoll Schekel tut…

July 30th, 2008 · No Comments

Well, dazu gibt es wohl nicht viel zu sagen. Am Ende werden wir alle gewinnen und es wird Frieden geben. Dazu müssen wir uns nur freiwillig ins Meer werfen.

Zum Glück können einige von uns Jew Jitsu:

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Die Geschichte ist anders: es handelt sich um einen orthodoxen Juden, der vom Glauben abgekommen ist und zum Banditen wurde. In Israel wird dieser fürchterliche Bandit nur Billy the Jid genannt. Für eine handvoll Schekel tut Billy the Jid alles.

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im Visir des Mossad

July 23rd, 2008 · No Comments

Heute habe ich ausgiebig mit einem Freund gechattet. Dabei haben wir uns ausgiebig über die politische Situtation ausgelassen. Jeder nach seiner Facon. Zum Chatten haben wir skype benutzt. Bestimmte Teile unserer Diskussion wurden nicht übermittelt.

Offenbar bin ich im Visir das Mossad. Der Mossad scheint Gespräche systematisch abzuhören, sogar harmloses Chatten zu verfolgen und auf bestimmte keywords zu scannen:

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Die Überwachung durch den Mossad hat mich ziemlich geschockt. Die Tatsache, dass dies schon einiger Zeit so geht noch viel mehr. Plötzlich wurde mir klar, warum ich ernorme Probleme mit meinem FTP Zugang habe. Die Trennung des FTP Zugangs erfolgte nach Angaben der Hosts immer von meiner Seite. Einige Anbieter sprachen sogar davon, dass mein Rechner Ports benutzt, von deren Existenz sie nichts wussten.

Der Mossad scheint Chatten systematisch auf bestimmte keywords zu prüfen und den Datenfluss beim Auftauchen solcher keywords zu unterbinden. Es ist nicht das erste Mal, dass ich beim Chatten unterbrochen wurde. Aber das erste Mal, dass es in der Klarheit auftauchte.

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Palästinenser mit verbundenen Augen ins Bein geschossen

July 21st, 2008 · No Comments

Ein sehr schockierendes Video. Ein gefesselter Palästinenser mit verbundenen Augen wird von einem IDF Soldaten vorsätzlich ins Bein geschossen. Ein ranghoher Offizier hat dies offensichtlich angeordnet, er ist am Ende des Videos kurz zu sehen. Verhaftet wurde später nur der Soldat.

Ich habe gesehen, dass das Video bereits seinen Weg durch alle großen Medien gemacht hat, auch in Israel. Und das ist gut so. Israel ist eine Demokratie und ein freiheitliches Land, indem solche Vorfälle aufgearbeitet werden müssen.

Mit Sorge schaue ich jedoch auf unsere Nachbarn, wo Verstöße gegen die Menschenrechte an der Tagesordnung sind, schön getarnt in Kellern und Gefängnissen. Mörder wie Samir Kuntar darf sich seiner Taten unbehelligt brüsten, Nasrallah darf sich als die wahre Kraft im Libanon bezeichnen und Staatspräsident Suleiman jegliche Macht absprechen, ohne das ausländische Medien (abgesehen von den israelischen) ein riesiges Geschrei anfangen.

Israel steht ganz offensichtlich stärker im Focus der Medien und wird kritischer bewertet.

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Ras Muhamed Tauchen

July 16th, 2008 · 2 Comments

Alles in allem war Tauchen in Ägypten mal wieder ziemlich langweilig

Max völlig geschafft nach dem Schnorcheln:

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Wieder mal langweilige Blaupunktrochen beim Ras Muhamed Tauchen:

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Ab und zu kommt mal so ein doofer Ras Muhamed Adlerrochen vorbei geschwommen (nur fünf Meter lang, Schnarch):

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Die Ras Muhamed Schildkröten sind sowieso laaaaangweilig:

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Der Ras Muhamed Crocodile Fish gähnt nur so vor Langeweile

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Und bei diesem Anblick bin ich fast eingeschlafen:

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Am letzten Tag gelang Benni dann noch eine nicht sehr spannende Ras Muhamed Hammerhai Aufnahme:

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Wer sich die volle Portion Langeweile beim Ras Muhamed Tauchen reinfahren will, der schaut hier:

bester UW Fotograf

bitte auf “Slide Show” klicken.

Alle Rechte für diese fantastischen Bilder bei Robert Oswald, Tel Aviv

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hebräische Jungennamen

July 1st, 2008 · No Comments

Ja, vor einem Post über hebräische Jungennamen habe ich mich lange Zeit gedrückt. Über hebräische Mädchennamen habe ich mich ja bereits ausgelassen und vielleicht hat sich der eine oder andere treue Leser gefragt, warum ich niemals etwas über israelische Jungennamen geschrieben haben.

Wer mich kennt, kann sich den Grund schon denken. Heute hat das Leben einen Schritt nach vorne gemacht und Zohar hat mir gesagt, welche Namen für unseren Sohn so in ihrem Kopf herumschwirren. Sie hat mir zwei Namen genannt, diese aber als Geheimnis bezeichnet. Sie möchte sich erst festlegen, wenn er da ist. Es ist Grund genug, sich die gängigen israelischen Jungennamen einmal anzuschauen. Die zwei Namen befinden sich natürlich auf der Liste, welche wird nicht veraten:

ALON Eiche
AMIR proclaimed
AVI Vater
BOAZ flink
HAIM Leben
DAVID innig geliebt
DOREN Geschenk
ILAN Baum
ETHAN stark
GAL Welle
GIDEON Zerstörer
GIL Freude
ITAI freundlich
ITTAMAR Palmeninsel
JOEL starker Wille
JOSHUA Gott ist das Heil
NADIV edel
NAHUM mitfühlend
NOAH Komfort
NAHUM mitfühlend
NOAH Komfort
NURI mein Feuer
ODED ermutigend
OFER Reh
OPHIR unbekannt
OREN ein Baum
ORI mein Licht
UZI stark
NADIV freudvoll
SIMON, ergeben
TOMER ein Baum
YAAKOV folgend
YAIR erleuchted
YANNIS Geschenk Gottes

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jüdische Comics

July 1st, 2008 · No Comments

Es gibt einige israelische Comiczeichner, die wenigsten sind online zu sehen. Grund genug hier einen Vertreter der Onlinekaste vorzustellen, shabot6000.com.

Es handelt sich um jüdische Comics im Garfieldstil, nur das der gute alte Garfield durch einen Roboter ersetzt wurde. Der Zeichner scheint zur Zeit sehr viel zu daten, denn die israelischen Comics ist voll mit Witzen über jdate, einer jüdischen Datingseite.

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Es geht in den jüdischen Comics natürlich auch um jüdische Schwächen und es wird Schabernack mit den religiösen Riten getrieben. Schrimps sind nach jüdischen Essensriten beispielsweise verboten. Gott überlieferte all diese Regeln in der Wüste Sinai. Gott darf als Name niemals ausgesprochen werden, darum wird er nur “der Name”, “Hashem” genannt.

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Einen kleinen Ausflug ist die Seite wert, auch wenn ich nicht gerade vor Lachem vom Hocker gefallen bin. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

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Woran erkennt man, dass es Sommer in Tel Aviv ist?

June 29th, 2008 · No Comments

Woran erkennt ein Israeli, dass der Sommer in Tel Aviv angebrochen ist?

Ganz einfach: wenn die Kakerlaken anfangen, über die Straße zu krabbeln, ist es definitiv Sommer.

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Sommer in Tel Aviv

June 29th, 2008 · No Comments

Ich hatte mich vor einiger Zeit bereits über die beste Reiszeit Israel ausgelassen. Damals war ich zu dem Schluss gekommen, dass der Sommer keine gute Reisezeit ist, weil es sehr heiß ist und die Preise hoch sind.

Irgendwie empfinde ich diesen Sommer anders in Tel Aviv, es ist schon mächtig heiß und die Zeit beginnt, wo es nachts nicht wirlich abkühlt. Morgens wache ich schweißgebadet auf und die Sonne kann einen regelrecht verbrennen.

Trotzdem - der Tel Aviv Sommer hat auch seine schönen Seiten. Leicht bekleidete Israelis, jede Nacht Partys bis in die Morgenstunden, lauwarmes Meer, wunderschöne Blumen. Einfach vibrierendes Leben and jeder Ecke.

Der Sommer in Tel Aviv verstärkt die ohnehin starke Kultur des draußen seins. Israelis arbeiten tagsüber und sind ab 22 Uhr überall in den Pubs zu finden. Andere sitzen im heißen Tel Aviver Nächten einfach am Strand von Tel Aviv. Aber auch tagsüber bemerkt man die Kultur des Ausgehens: die Cafes sind belagert, überall zeigt man sich und will gesehen werden.

Tagsüber kann man in Tel Aviv durchaus in Shorts rumlaufen, Israelis ziehen zum Ausgehen am Abend aber meist eine lange Hose an (zumindest die Herren). Wer nachts im Short in einer Bar oder Kneipe sitzt, wird sofort als Ausländer enttarnt. MitKonsequenzen ist nicht zu rechnen :-).

Der Tel Aviver Sommer zeichnet sich aber auch durch hohe Luftfeuchtigkeit aus. Genau das macht vielen Besuchern zu schaffen. Durch die Wind vom Meer wird die Stadt in ein feucht heißes Klima gebettet. Nicht umsonst war die gesamte Küstenregion vor der Kultivierung durch die Juden ein malariaverseuchtes Sumpfgebiet. Malaria in Israel gibt es heute nicht mehr, die hohe Feuchtigkeit konnte aber nicht abgeschafft werden.

Wer mit feuchter Hitze große Probleme hat, sollte Tel Aviv im Sommer meiden. Bei jeder Bewegung schwitzt man und man freut sich auf die nächste klimatisierte Bar. Genau wie Deutschland im Winter - nur umgekehrt.

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