Tel Aviv Blog

Leben im nicht ganz so heiligen Land

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Ismail Haniyeh und Benjamin Netanjahu

November 19th, 2012 · No Comments

Vor einigen Wochen hatte ich seltsame Erfahrungen am Telefon. Mein Telefon klingelte, ich hob den Hörer ab und konnte Gespräche verfolgen. Zunächst dachte ich, es mit einem neuartigen Telefonspam zu tun zu haben. Leider dauerte es eine Weile, bis ich begriff, wer da eigentlich miteinander sprach. Aus mir unbekannten Gründen konnte ich ein Gespräch zwischen Benjamin Netanjahu und Ismail Haniyeh mithören:

Ismail: und wie läuft es so in der Koaliton?

Benjamin: Wir haben ja bald Wahlen und ich mache mir leichte Sorgen um Zipi Livni.

Ismail: Frauen haben in der Politik sowieso nichts zu suchen, wie kann ich Dir helfen?

Benjamin: Also ganz blöd bin ich ja nicht. Bei Dir läuft es ja gerade auch nicht richtig rund. Der Ahmed macht doch gerade einen auf Big Macker.

Pause

Ismail: (vorsichtig) stimmt, was schlägst Du vor

Benjamin: Du weißt, dass der auf unserer Abschussliste steht. Wir machen gerne die Drecksarbeit für Dich und Du stehst hinterher noch gut da.

Ismail: Das kannst Du vergessen, das kann ich keinem verkaufen…

Benjamin: Wieso, Du schießt doch hinterher ein paar 100 Kassmas rüber.

Ismail: das reicht nicht für Ahmed.

Benjamin:

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Hebräisch leicht gemacht

March 10th, 2012 · No Comments

Wie schnell kann man eigentlich als Deutscher Hebräisch lernen? Gesprochenes modernes Hebräisch wird übrigens Yvrit genannt (Deutsch wohl eher mit I, also Ivrit). Um es gleich vorweg zu sagen – man kann als Deutscher sehr schnell eine große Anzahl von Worten lernen, leider hilft einem das im täglichen Leben nicht viel weiter. Dies ist eher ein Spaßpost, eine Sammlung von deutschen Worten, die ins Hebräische gewandert sind.

Deutsch Hebräisch
Cremeschnitte Cremeschnitt
Schalter Schalter
Forelle Forell
Schnitzel Schnitzel (pl Schnitzelim)
Dübel Dibel
Biss Biss
Blinker Winker
Lagerim Kugellager
@ Strudel
Plattfuß Plattfuß
spritzen Spritz (machen)
Auto Otto

Wem fallen noch mehr leicht zu erlernende Worte ein?

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Jom Kippur Tel Aviv Bilder

October 8th, 2011 · No Comments

Gestern war mal wieder Jom Kippur (die Amis nennen es Yom Kippur) und es ist mal wieder Zeit in mich zu gehen und etwas auf meinem geliebten Blog zu veröffentlichen, zumal Sabrina gestern einige cremeschnittige Bilder von mir gelungen sind. Aber eigentlich geht es hier gar nicht um mich, nein, sondern um das Versöhnungsfest an dem das ganze Land ruht. In der pulsierenden Metropole Tel Aviv bewegen sich kaum Autos und die Autos, die sich bewegen…

Also, fangen wir vielleicht einfach damit an, wie es zu Jom Kippur tagsüber ist:

Man kann tagsüber mit seinen Düsensandalen einfach so durch die Gegend fliegen, ohne dass man sich Gedanken darüber machen muss, ob man jetzt gleich von einem Raser oder Telefonierer überfahren wird.

Mann kann sich auch einfach mit einer schönen Frau mitten auf die Straße stellen. Diese Straße ist normalerweise stark befahren und nicht ganz ungefährlich.

Eigentlich ist das natürlich alles Blödsinn. Jom Kippur fängt natürlich am Vorabend an, so wie alle jüdischen Feiertage. Das ganze beginnt also Abends bzw. in der Nacht und zieht sich den nächsten TAG hin. Abends ist der Feiertag beendet und der Verkehr setzt wieder ein. Die Leute fahren aber, als wären sie erleuchtet und hupen viel, weil sie ultravorsichtig sind. Strafzelltel wegen Hupens werden nicht verteilt.

Also, es beginnt abends und man kann sogar auf der nahegelegenen Stadtautobahn spazieren gehen:

 

 

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Entscheidungen

May 16th, 2011 · 3 Comments

Immer wieder schaue ich auf meinen Blog cremeschnitten.de. Nicht ganz ohne Stolz, der Blog macht sich weiterhin sehr gut, obwohl ich eigentlich gar nichts mehr mache.

Nun ist es wohl an der Zeit, mich zu entscheiden. Das liegt aber gar nicht daran, dass ich länger nichts auf diesem Blog gemacht habe. Ich habe auch keine Email von google bekommen, in der ich aufgefordert werde, mehr für diese Seite zu tun oder sie einzustellen.

Nein, einstellen kommt überhaupt nicht in Frage, lieber lasse ich cremeschnitten.de weiter vor sich hin gammeln.

Nein, die Entscheidung kommt ganz woanders her. Ich bin mittlerweile erfolgreicher Internetunternehmer und habe damit begonnen, Prozesse auszulagern und mich anders zu organisieren. Plötzlich ist mehr Zeit da.

Meine Ausrede, dass ich keine Zeit habe, gilt also nicht mehr. Vielmehr ist es an der Zeit, mich zu fragen, was ich mit meiner Kapazität mache, wie ich die neue freie Zeit nutze.

Ganz einfach lautet die Antwort: ich baue neue Projekte auf. Aber warum sollte ich eigentlich neue Projekte aufbauen, wo ich doch meine geliebte cremeschnitten.de habe?

Ganz einfach – mir ist immer noch nicht klar, ob ich mit diesem Projekt Geld machen kann. Wer wie ich Unternehmer ist, wird sich diese Frage auch des Öfteren stellen. Es geht gar nicht darum, dass alles Profit abwerfen muss, dass alles auf Konversion getrimmt sein muss und überall Banner blinken.

Das alles sind Ausreden und BlahBlah

Es geht eigentlich um etwas ganz anderes. Ich liebe diese Stadt und langweile mich zugleich. Es war einfach viel los in meinem Leben. Ich bin Vater geworden und bin trotzdem alleine. Wir sind kein Paar, aber mein Sohn spielt eine zentrale Rolle in meinem Leben.

Ich bin Internetunternehmer geworden und habe meine ganze Energie in die Arbeit gesteckt. Das ist gut und richtig so, aber jetzt ist wohl die Zeit gekommen, mich auch um Dinge zu kümmern, die mir am Herzen liegen.

Zum Beispiel Tel Aviv

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Israel Regen

December 6th, 2010 · 3 Comments

Über die beste Reisezeit für Israel lasse ich mich ja gerne und regelmäßig aus. Dieses Mal muss ich allerdings von einem anderen Ereignis sprechen. Ein Ereignis, dass den israelischen Staat in seinen Grundmauern erschüttern lässt: es hat geregnet.

Ja, es hat zum ersten Mal seit April 2010 geregnet und heute ist der sechste Dezember. Der Regen ist über Nacht gekommen und hat auch mich überrascht. Meine Wäsche stand noch auf dem Balkon. Sie war wegen des tollen Wetters im November bis zum gestrigen Tag schon trocken und jetzt weiß ich nicht was ich mit der Wäsche tun soll.

Auch andere Israelis scheinen mit dem Regen in Israel nicht so gut klarzukommen. Die meisten Israelis wissen zum Beispiel nicht, wie man einen Scheibenwischer bedient, einige sogar nicht, dass es so etwas wie Scheibenwischer gibt.

Aber Spaß beiseite, ich werde hier einen Regenzyklus in Israel beschreiben. Regen in Israel ist nun mal selten, blöd ist es natürlich, wenn man seinen Sonnenurlaub in Israel genau an einem Regentag startet.

Regen Israel:

Tag 1, 5. Dezember 2010: Es ist prächtiges Wetter, die Sonne scheint. Mittags sind es satte 28 Grad. Die Sonne geht leider schon früh unter, so dass es ab ca. 16:30 dunkel ist. Abends frischt es etwas auf, insgesamt ist dieses unglaublich geile Wetter bereits seit Anfang November so. Vorher war es mir zu heiß.

In der Nacht, völlig unbemerkt von mir, setzte starker Regen ein. Allerdings habe ich diesen glatt verschlafen.

Tag 2, 6. Dezember: das Land ist in Schockstarre. Einige Eltern verzweifeln dabei, Ihren Kindern zu erklären, was Regen ist und behaupten einfach, über Nacht wären die Straßen sauber gemacht worden.

Es ist bedeckt und deutlich kühler. Keine Sonne zu sehen. Nachdem ich zwei Stunden gearbeitet habe, wird mir kalt und ich ziehe mir einen zweiten Pulli an. Dann müssen auch die Sandalen dran glauben. Ich ziehe Socken und Turnschuhe an.

Heul, werde ich jemals wieder Sandalen tragen können?

Am Nachmittag kann bereits Entwarnung gegeben werden. Die Sonne hat genug Kraft, die Wolken zu ‘schmelzen’. Bereits am nächsten Tag ist wieder alles eitel Sonnenschein mit 26 Grad.

10.12. 2011 Es ist Sturm gemeldet. Ich fahre den gesamten Vormittag mit meinem Fahrrad rum und mache Einkäufe. Dabei hole ich mir einen leichten Sonnenbrand. Zwischen 13 und 14 Uhr regent es. Leider habe ich gerade zu dieser Zeit Mittagsschlaf gehalten. Irgendwie habe ich es aber doch gehört. Eine Entspannung macht sich breit.

Abends klärt es wieder auf.

11.12.Vielleicht schaffen wir es ja heute. Es ist morgens stark bewölkt, sehr düster und relativ windig.

Mittags verschlimmert sich die Lage: es kommt ein starker Sturm auf. Das Meer ist sehr unruhig, man fühlt sich fast an die Nordseeküste erinnert. Der Sturm ist so stark, dass ich mich hineinlehnen kann. Naja :-) fast. Aber der Sturm ist heftig und es klappert an allen Enden und Ecken. Wer bei einem solchen Tag in Israel ist, sollte versuchen ans Meer zu kommen und den Anblick der sich biegenden Palmen und der wütenden Wellen genießen.

12.12. Heftiger Regen

Der Sturm hat die ganze Nacht angehalten. Die ganze Nacht war ein Klappern und Klacken zu hören. Ich bin bereits um 7 Uhr aufgewacht und fühle mich erfrischt. Der Wind scheint mich zu beruhigen, obwohl ich unruhig geschlafen habe. Mittags setzen erste kurze Schauer ein, die von heftigen Böhen gefolgt werden. Wieder biegen sich die Palmen im Wind und dann öffnen sich die Schleußen: it’s raining cats and dogs! Heftiger Regen setzt ein. Nach einer kurzen Pause geht es zwischen 16 Uhr und 21 Uhr unvermindert weiter als wäre ein Damm gebrochen.

Nun ist es 22:21 und ich höre, dass der Regen angenehm gegen meine Fenster plätschert. Ich werde sicherlich wieder gut schalfen. Der große Sturm ist erst mal vorbei.

13.12.2010

Morgens scheint die Sonne, es sind allerdings noch sehr viele Wolken am Himmel. Die Temperaturen sind stark gefallen. Ich bibbere in meinem Büro und mache mir den Heizstrahler an. Den ganzen Vormittag über wechseln sich Sonne und Wolken ab, nachmittags setzt wieder Regen ein, allerdings ohne Sturm. Es regnet nur zwei mal länger und heftig. Abends klart es auf.

14.12.2010

Die Sonne weckt mich. Der Himmel ist blau. Die Temperaturen sind gestiegen. Das übliche schöne Wetter. Ich schätze heute wird es maximal 24 Grad :-).

Das wars, so sieht ein kleiner Regenzyklus in Tel Aviv aus

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Judentum konvertieren

November 28th, 2010 · No Comments

Hurra, ich habe das Judentum verstanden! Ich möchte zum liberalen oder von mir aus auch zum orthodoxen Judentum konvertieren und ich habe die Sache mit den Kühlschränken verstanden!

Für eine Konversion zum Judentum ist es essentiell, milchige und fleischige Nahrung strikt zu trennen. Ich musste mir eigens einen neuen Kühlschrank zulegen. Mein Rabbi wollte eigentlich auch meinen vorherigen Kühlschrank ablehnen, so musste ich ihn mit einigen Gebeten reinigen. Mein ehemals schweinischer Kühlschrank wurde enthusiastisches Beten ebenfalls konvertiert.

Diese Woche habe ich mein (jüdisches) Konversionsgespräch und ich habe mir schon alles genau überlegt. Wenn mein Rabbi mich fragt, wie ich mit der neuen Haushaltsführung (so) klarkomme, werde ich ihn überzeugen!

Ich werde ihm einfach erzählen, wie ich meine Sandwiches neuerdings zubereite. Ich muss zugeben, es war schon eine Umstellung. Das Belegen eines Sandwiches kostet mich neuerdings deutlich mehr Zeit als vorher.

Koscheres Sandwich:

Hier mein Rezept für ein koscheres Sandwich:

  • Man hole den Schinken (schöner mit Wachholderbeeren geräucherter Schinken – vom Schwein versteht sich) aus dem fleischigen Kühlschrank
  • Dann holt man den Gouda (schön mit Lab von Kälbern) aus dem milchen Kühlschrank
  • Ich bin fanatisch, daher habe ich auch einen Kühlschrank für neutrale Lebensmittel, indem ich Brot, Eier und Gemüse aufbewahre. Aus diesem Kühlschrank hole ich frisches Brot (am besten zu Pessach), Eier und Tomaten
  • Zunächst eine Scheibe Bort, dann den Käse gefolgt von dem Schinken und der Tomate. Die schließende Scheibe Brot bildet den Abschluss. Die Eier müssen natürlich auch drauf. Wahlweise kann man Mayonnaise und / oder Remoulade hinzufügen. Ich persönlich verzichte wegen meines Blutdrucks lieber darauf und verwende Schweineschmalz.

Guten Appetit und frohe Feiertage (bete avon w hag same’ach)!

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israelisch arabischer Konflikt

October 11th, 2010 · No Comments

Sogar jene, die Israels Premier Benjamin Netanyahu nicht sonderlich sympathisch gegenüberstehen, können eine gute Portion Zufriedenheit von diesem Interview im britischen Fernsehen beim Gegenschlag nach der Beschießung Israels durch die Hamas bekommen.

Der Interviewer: “Wie kommt es, dass in diesem Konflikt soviel mehr Palästinenser als Israelis getötet wurden?” (Eine anstößigere Frage kann es wohl nicht geben!)

Netanyahu: “Sind Sie sich sicher, dass Sie in dieser Richtung mit der Befragung beginnen möchten?”

Interviewer: (In die Falle tappend) Warum nicht?

Netanyahu: “Weil im 2. Weltkrieg mehr Deutsche als Briten und Amerikaner zusammen getötet wurden, aber niemand bezweifelt die Tatsache, dass der Krieg durch die Aggression Deutschlands ausgelöst wurde.

Und Als Reaktion auf den deutschen Blitzkrieg auf London haben die Briten die Stadt Dresden zerbombt und mehr deutsche Zivilisten getötet als die Anzahl der getöteten Menschen in Hiroshima.

Darüber hinaus könnte ich Sie daran erinnern, dass im Jahre 1944, als die Royal Air Force versuchten die Gestapo-Hauptquartiere Kopenhagen zu bombardieren, einige Bomben ihr Ziel verfehlten und auf ein dänisches Kinderkrankenhaus fielen, 83 Kleinkinder töteten. Vielleicht haben Sie auch eine andere Frage?”

Offensichtlich hat Benjamin Netanyahu ein Interview gegeben und wurde zu Israels Besetzung der arabischen Länder befragt.

Seine Reaktion war: “Es ist unser Land”. Der Journalist (CNN oder ein ähnlicher Sender) war erstaunt – lesen Sie nachfolgend weiter “Es ist unser Land…” Es ist wichtige Information, da wir keine faire und akkurate Berichterstattung von den Medien bekommen und Tatsachen gehen eher im Durcheinander der täglichen Geschehnisse unter.

Schnellkurs über den Arabisch-Israelischen Konflikt.

Hier die übersehenen Tatsachen zur gegenwärtigen und vergangenen Nahost-Situation. Sie wurden von einem christlichen Universitätsprofessor zusammengestellt:

Fakten zum heutigen israelischen Konflikt…(Die Lesedauer beträgt nur 1,5 Minuten.)

Es ist wahrheitsgemäß und meinungsneutral, ob Jude oder Nichtjude – das ist unwichtig.

Nationale Identität und Jerusalem .Israel wurde zur Nation in 1312 v. u. Z. Zweitausend Jahre vor dem Aufkommen des Islams.

1967 begannen arabische Flüchtlinge in Israel damit sich als Teil des palästinensischen Volkes zu identifizieren, zwei Jahrzehnte nach der Gründung des heutigen Staats Israel.

Nach der jüdischen Eroberung im Jahre 1272 v. u. Z. hatten Juden die Oberherrschaft 1000 Jahre über das Land und haben in dem Land eine kontinuierliche Präsenz in den letzten 3300 Jahren.

Die einzige arabische Oberherrschaft seit der Eroberung im Jahre 635 u. Z. hat nicht länger als 22 Jahre angedauert.

Seit mehr als 3300 Jahren ist Jerusalem die jüdische Hauptstadt. Jerusalem war nie die Hauptstadt einer arabischen oder muslimischen Entität. Selbst als Jordanien Jerusalem besetzten, haben sie die Stadt niemals als ihrer Hauptstadt deklarieren wollen und arabische Führer haben die Stadt nie besucht.

Jerusalem wird an über 700 Stellen im Alten Testament erwähnt.

Jerusalem wird im Koran nicht einmal erwähnt.

König David hat die Stadt Jerusalem gegründet. Mohammed kam nie nach Jerusalem.

Juden wenden sich beim Beten Jerusalem zu. Beim Beten wenden Muslime Jerusalem den Rücken zu.

arabische Flüchtlinge – palästinensische Flüchtlinge

Arabische und jüdische Flüchtlinge: 1948 wurden arabische Flüchtlinge von arabischen Führern angehalten, Israel zu verlassen, um das Land von Juden zu säubern. 68 Prozent haben das Land verlassen, ohne auch nur einen israelischen Soldaten je gesehen zu haben.

Jüdische Flüchtlinge waren gezwungen, aus arabischen Regionen aufgrund der Brutalität, der Verfolgung und den Pogromen seitens der Araber zu fliehen.

Die Anzahl arabischer Flüchtlinge, die Israel 1948 verlassen haben wird mit ca. 630.000 beziffert. Die Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern wird gleich hoch beziffert.

Arabische Flüchtlinge wurden ABSICHTLICH nicht aufgenommen oder in den arabischen Ländern integriert, in die sie geflohen waren, trotz des immens großen arabischen Territoriums.

Von den 100 Millionen Flüchtlingen seit dem Zweiten Weltkrieg, sind sie die einzige Flüchtlingsgruppe in der Welt, die nicht in ihren eigenen Ländern aufgenommen oder integriert wurden.

Jüdische Flüchtlinge wurden allesamt in Israel aufgenommen, ein Land nicht größer als das Bundesland Hessen oder New Jersey.

Der Arabisch-Israelische Konflikt: Die Araber werden durch acht separate Nationen repräsentiert, Palästinenser ausgenommen. Es gibt nur eine jüdische Nation. Araber haben alle 5 Kriege initiiert und verloren. Israel hat sich jedes Mal verteidigt und die Kriege gewonnen.

Die PLO Charta ruft immer noch bis auf den heutigen Tag zur Zerstörung des Staates Israel auf.

Israel hat den Palästinensern den Großteil des Landes der West Bank übergeben und palästinensische Autonomie gewährt.

Unter jordanischer Herrschaft wurden jüdische heilige Stätten entweiht und Juden wurde der Zugang zu Orten ihres Gottesdienstes verweigert.

Unter israelischer Herrschaft wurden alle heiligen Stätten, muslimische wie christliche, erhalten und zugänglich für alle Menschen aller Glaubensrichtungen gemacht.

UN-Resolutionen gegen Israel

Von 175 Sicherheitsresolutionen, die vor 1990 beschlossen wurden, waren 97 Resolutionen gegen Israel gerichtet.

Von 690 Resolutionen der UN-Generalversammlung vor 1990, waren 429 Resolutionen gegen Israel gerichtet.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen während der Zerstörung von 58 Synagogen in Jerusalem seitens der Jordanier.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen, während Jordanien den Friedhof aus dem Altertum auf dem Ölberg systematisch entweiht hat.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen, als Jordanien eine Apartheid-Politik aufgezwungen hat und Juden den Zugang zum Tempelberg und zur Klagemauer verweigert hat.

Dies sind unglaubliche Zeiten. Wir müssen uns fragen welche Rolle wir einnehmen sollten. Was werden wir unseren Enkeln über unser Handeln erzählen, als ein Wendepunkt in der jüdischen Bestimmung stattgefunden hat? Hatten wir eine Möglichkeit einen Unterschied zu machen?

[Übertragen aus dem englischsprachigen Original mit freundlicher Unterstützung von imkontext Wissenschaftslektorat, Oktober 2010. http://wissenschaftslektorat.com/]

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Maxime Erbsman

October 1st, 2010 · No Comments

Diesen Blogpost habe ich definitiv zu früh veröffentlicht. Das volle Potenzial wird mir gerade erst bewusst. Ich sollte ein Gewinnspiel daraus machen. Der Gewinner erhält ein Kilo Schlamm aus dem Toten Meer, von mir persönlich herausgefischt.  Es ist aber wohl zu spät dafür, der Post ist schon veröffentlicht. Aber leider ist mir noch nicht klar, wofür ich den Schlamm verlosen möchte.

Trotzdem möchte ich diesen Post nicht wieder entfernen:

Eben bin ich noch mal über meine Blogposts gegangen und muss sagen, dass es schon Schade ist, dass ich in der letzten Zeit so wenig blogge. Ich reihe mich jetzt einfach in die Reihe der Blogger ein, die sich im Januar 2010 mit einem Post zu Wort gemeldet haben: „im neuen Jahr wird alles anders und ich werde wieder häufiger bloggen“, was dann der einzige Post in 2010 bleibt.

Offensichtlich fehlt einfach die Zeit, aus was für Gründen auch immer. Einige Blogger wachsen einfach über ihren Blog hinaus und gründen schwupps eine SEO Firma. Für mich wäre es nichts, denn ich habe keine Geduld, Leuten zu erklären, warum google mich nicht nächsten Morgen besser rankt.

Und eben habe ich auf spiegel.de folgendes gelesen:

„Wenn ich eins über Hollywood gelernt habe, dann, dass man sofort laut ‘ja’ schreit, wann immer jemand fragt, ob man etwas kann.“
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,719941,00.html

Man schreit in Hollywood laut, wenn man etwas haben möchte. In Israel geht es etwas anders zu. Man muss sagen, wenn man etwas haben möchte.  So schwer es immer noch für mich ist, eins habe ich gelernt: wenn ich etwas haben möchte, dann gehe ich hin und frage.

Ich bin auch auf ein „Nein“ vorbereitet. Manchmal sagen mir die Leute: „Nein, also das kostet eine Millionen“. Spinner eben…

Was sind denn nun mögliche Antworten auf meine Frage: „Ich will Deinen Blog kaufen?“, wenn man in anderen Ländern unterwegs ist?

1.
Das kostet eine Millionen
Ich antworte: „Shekel oder Dollar?“

2.
Ich habe sehr viel Zeit reingesteckt, mache aber kein Geld und dass ich kein Geld mache, sage ich Dir nicht.

Das ist die schwierigste Antwort. Wofür soll ich also bezahlen? Dein Lehrgeld?

3.
Andere sagen:  „Ja, aber das geht nicht zum normalen Preis“. Normale Israelis eben.

Dabei gibt es eine ganz einfache Regel: „je erfolgreicher das Geschäft“ umso häufiger trifft man Typ 3 an, auch wenn einige von ihnen keine Israelis sind :-). Man redet einfach man ihnen und kommt sich näher oder nicht. Macht man ein zu niedriges Angebot sagen sie: „Nee, also so geht das nicht“.

4.
Du bist ein Spion, weil Du auch meinen Nachbarn gefragt hast

Ich antworte: „Ich will ein Business kaufen, wie soll ich ein Business kaufen, wenn ich nur Dich frage? Ich bin übrigens in Deutschland geboren und spiele nach den Regeln. Was Du mir sagst, bleibt unter uns.“

Er antwortet: „Du bist ein Spion, weil Du auch meine Nachbarn gefragt hast“. Ich habe nichts zu erwidern. Trotzdem kann ich irgendwo verstehen, dass Zahlen zum Problem werden können.

5.
Ich sage Dir nicht, wie viel ich mit meinem Business mache, aber ich werde mich über Dich lustig machen, wenn Du ein zu niedriges Angebot machst. Eigentlich geht es mir auch nur darum, mein Selbstwertgefühl zu steigern.

Ich war dumm genug, trotzdem ein Angebot zu machen

6.
Mein Business macht zurzeit xxx Euro, das lässt ich aber leicht steigern, daher will ich mehr, als mein Business zurzeit Wert ist.
Das stimmt meist, trotzdem muss man sich irgendwo treffen.

Hier hat man es meist mit einem erfolgreichen Unternehmer zu tun, mit dem man reden kann. Eine eiserne Regel: „Gibt 0 Info weiter, behalte alles für Dich, sonst bist Du tot“, denn über Zahlen spricht man nicht.

Diese Regel gilt übrigens für alle Typen, aber bei Typ 6 ist sie besonders wichtig.

Bei einigen überlege ich noch, da es sich nicht um 100 Euro dreht.

7.
„Du bist ein Spammer“

Ich könnte erwidern: „Spam ist nicht zielgerichtet, ich habe mir Deine Seite aber angeschaut, bevor ich Dich kontaktiert habe. Darüber hinaus habe ich Deine Email Adresse manuell recherchiert“. Im übrigen gefällt mir Deine Seite.

Ich erwidere aber nichts, weil die Antwort sein wird: „Du bist ein Spammer“. Wenn ich nochmals antworte, dass ich wirklich mit den besten Absichten angefragt habe, wird angegeben, dass ich irgendwo eine Weiterleitung übersehen habe (Anmerkung: ,weil ich gerade nicht konzentriert war.) Die nicht relevanten zwei Prozent werden hochgepuscht, die anderen 98 Prozent vernachlässigt.

8.
Ich bin super und Du bist ein Spammer! Außerdem haben meine Eltern Geld und ich habe bis auf meinen Blog nicht viel zu tun. Meine Einnahmen aus dem Blog belaufen sich auf 0 Euro, weil ich mich dem Verwertungssystem nicht unterwerfen möchte, da meine Eltern ja genug Geld haben.

Ich würde am liebsten antworten: „Du bist untalentiert und Dein Blog ist Scheiße“, halte aber besser den Mund.

9.
Ich will eigentlich nicht verkaufen, aber mein Blog ist eine Millionen wert und wenn Du mir zu wenig bietest, dann bist Du ein Spammer!

Warum bin ich so dämlich, auf solche Mails zu antworten? Verdammt noch mal!

10.
Wie viel bietest Du?
Ich: Xxx Euro.
Das ist zu wenig.
Ich: XXX könnten auch noch auf hochgehen.
No way
Ich: Kontaktiere mich, wenn Du verkaufen willst, schließlich werden wir alle älter. Vielleicht wirst Du weiser und ich älter und mache so viele Millionen, dass ich Dir das zahlen kann.

Dieser Typ hat meist Recht.

Mist jetzt ist es schon spät und ich möchte mich selber in diese Reihe einfügen:

ich: Du kannst mich / Dich in diese Reihe einfügen, ich möchte aber Nummer 13 sein, weil ich am 13. geboren wurde.

mein boss (ich): Dann füge ich Dich einfach als Nummer 13 ein, das merkt ja eh keiner.

Ich: Vielleicht merken es manche Leute, im übrigen möchte ich, dass Du die letzten drei Typen noch veröffentlichst.

mein boss (ich): na schön, aber nur weil Du es bist. Aber dann ist auch bald Schluss, Du musst Dich um andere Dinge kümmern. Und Deine Schnappidee mit der Verlosung wird eh niemand ernst nehmen.

ich: Danke, dass ich die Nummer 13 noch schreiben darf. Vielleicht meldet sich ja noch jemand mit einer guten Idee, man kann schließlich nie wissen.

13.
Ich lese die Anfrage und frage kurz nach: “Was bieten Sie?”. Auf die Frage, wieviele Besucher cremeschnitten.de im Monat hat, erwidere ich: “50 am Tag”.

Das Angebot von 200 Euro beantworte ich mit: “kein Interesse” und kümmere mich weiter um mein Tagesgeschäft.

Der Post ist noch nicht ganz fertig, ich werde morgen noch mal drüber nachdenken, wenn ich Zeit finde, vor allem die Typen 11. und 12 fehlen mir. Hat jemand vielleicht eine Idee?

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Delfin Tauchen Eilat

June 14th, 2010 · 9 Comments

Delfine gehören wohl zu den faszinierenden Lebewesen des Meeres. Viele Menschen wünschen sich, einmal in ihrem Leben mit einem Delfin zu schwimmen. Bei einem Israelurlaub kann ein solcher Wunsch erfüllt werden. In Eilat kann mit Delfinen getaucht oder geschnorchelt werden. Dies gibt genügend Zeit, diese überaus faszinierenden Tiere zu beobachten.

Ich habe es selber erst ein Mal gemacht und war ehrlich gesagt ziemlich begeistert. Es handelte sich um einen Tauchgang. Man darf jedoch auf keinen Fall alleine in dem Becken tauchen. Man kann entweder mit einer Gruppe tauchen, was günstiger ist oder man macht einen Tauchgang mit einem Guide. Dieser kann auch als Introdive gemacht werden, d.h. man benötigt keine Erfahrung beim Tauchen.

Ich selber bin neben meinem Guide getaucht und wir wurden die ganze Zeit von einem Delfin umkreist. Ein Weibchen, das völlig vernarrt in den Guide ist, wie sich später herausstellte.

Für das Eilat Delfin Tauchen sollte man sich einige Dinge merken:

Tauchschein und Logbuch sind dringend erforderlich (natürlich nicht bei einem Intro Dive). Mehr Hinweise unter “Israel Tauchen

Mein erster und wichtigster Tipp für den Aufenthalt in Eilat: meiden Sie das jüdische Wochenende, Sie sollten also weder Freitag noch Samstag in Eilat sein, es sein denn, Sie möchten ausgedehnt feiern.

Eine Reservierung für das Delfin Tauchen in Eilat – am besten eine Woche vorher – ist dringend notwendig! Am Wochenende ist es dort supervoll, noch ein Grund nicht am Wochenende dort zu sein.

Ich kenne übrigens eine sehr nette Tauchlehrerin in Eilat, die eine Anliegerwohnung vermietet. Die Wohnung ist eine echte Alternative zu Hotelaufenthalten. Sie ist nett eingerichtet und zu einem günstigeren Preis als ein Mittelklassehotel zu bekommen.
Nachteil ist, dass die Wohnung etwas außerhalb der Hotelmeile ist. Mit dem Auto ist man aber ganz schnell in Eilat.

Schreiben Sie mir kurz, wenn Sie Sigalas Email haben möchten.

Hier gibt es weitere Informationen über das Tauchen in Eilat

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Pastrama Yekish

December 29th, 2009 · 3 Comments

Also, heute habe ich eine Email von Oliver bekommen. Er hat mir ein Video geschickt und ich stehe immer noch fassungslos vor diesem Video. Man verzeihe mir meine Schriebe, ich bin ziemlich durch, aber das ist einfach unglaublich. So unglaublich, dass ich das Video gleich bei youtube hochladen musste, vermutlich werde ich dafür verklagt, einerlei.

Dieses Video ist hochgradig kulturell, soziologisch und psychologisch aufgeladen. Natürlich ist der Umgang mit allem was Deutsch ist in Israel schwierig, aber die Yeken (wie schreibt man das?), d.h. deutsche Einwanderer sind ein Fall für sich. Kulturell Deutsch, aber trotzdem Juden.

Es gibt wo eine Familie, die unmittelbar nach dem Krieg eingewandert ist und in Israel gemacht hat, was sie ben können: Wurst. Heute ist die Firma dank deutscher Tugenden ein Konzern, die Wurst sieht furchtbar aus :-).

Trotzdem werden die alten Tugenden beschworen. Fazit, die Werbung ist fantastisch, bombastisch. Die Wurst minderwertig :-).

[youtube QxAMOk59_Lg]

Auffällig sind die Stereotypen von Zuverlässigkeit, Gründlichkeit und Pedantismus. Es wird darüber gelacht, auf der anderen Seite glaubhaft (trotz aller Ironie), dass eben diese Tugenden etwas ‘gut’ machen.

Es ist sehr lustig, wenn man hört, dass Deutschland Exportweltmeister ist und sich darunter nicht wirklich etwas vorstellen kann. Allen voran werden natürlich Autos, Maschinen und Kriegsgerät exportiert. Auch in Israel fahren MAN Busse herum und man sieht deutsche Baumaschinen.

Interessant sind die kleinen Dinge, denen man gar nicht sofort ansieht, dass sie ‘deutsch’ sind. Die Firmen haben einen hervorragenden Ruf und gerne zahlt man ‘mehr’, wenn es z.B. um Gesundheit geht. wie z.B. Kinderschuhe von Elefanten oder Kinderzahnpasta Weleda.

Wem fallen denn noch mehr deutsche Produkte ein, die man in Israel kaufen kann?

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Dating in Israel

July 6th, 2009 · No Comments

Letzte Woche habe ich mal wieder einen Blick auf jdate geworfen, vielleicht weil ich mich etwas langweile und immer noch Single in Israel bin. Manche Freunde fragen mich: wie schaffst Du es, in Tel Aviv Single zu sein? Ganz einfach: viel arbeiten und rumschnauzen, geht ganz locker. Sehr gut funktioniert auch: “Ich habe keine Lust mehr diese Frage zu beantworten, weil ich sie immer gestellt bekomme” auf “Warum bist Du nach Israel gekommen” zu antworten. Aber Spaß beiseite.

jdate.com ist tatsächlich zu empfehlen, die Oberfläche funktioniert einwandfrei und ist sehr schnell. Bislang habe ich auf jdate.com nur ernstezunehemde Singels kennengelernt. Einziger Makel ist aus meiner Sicht, dass Frauen weniger zahlen müssen als Männer, aber vielleicht ist die jüdische Welt einfach ein bisschen konservativer.

Für Frauen gibt es zudem die „ich kann einmal kontakten“ Regel, die den unwissenden Mann ins Grübeln bringen kann. Eine Frau kann auf jdate eine mail an aus dem System schreiben, ohne den Mitgliedsbeitrag zahlen zu müssen. Das geht bei Männern nicht, die können nur mails schreiben, wenn sie bezahlt haben. Frauen können auch die erste Antwort das Mannes lesen, dann aber nicht mehr antworten, zumindest nicht ohne zu bezahlen.

Man bekommt in der logischen rationalen Folge mails in folgendem Stil:

-> Kann ich bitte Deine Telefonnummer haben?

Anfangs war ich so blöd und habe erst mal so geantwortet, was denn die Eile soll und so. Ernsthaft interessierte schicken entweder eine weitere mail über einen Freund / Freundin (was mir einmal passiert ist) oder sogenannte Flirts, die unbegrenzt geschickt werden können. Allerdings ohne eigenen Text, nur mit „wie wäre es mit einem Drink?“. Das muss Mann dann verstehen. Dazu muss man wissen, dass man in einen Flirt als zahlender Mann eine email Adresse schreiben kann.

Hat Mann das System noch nicht verstanden, kann Mann schon Zweifel an Ihrer Zurechnungsfähigkeit bekommen: zunächst wird hektisch nach der Telefonnummer gefragt, auf die gemütliche Antwort folgt erst Schweigen und dann kommen ständig nervige Standartflirts. Einmal habe ich mich jdate beschwert, weil ich dachte, dass sie rum spammt.

Aha, irgendwann hat Mann es dann verstanden und siehe da: als Antwort genügt eine einfache email Adresse und Schwups, erhält Mann Antwort.

Ich weiß aber wirklich nicht, ob man jdate als jüdisches Daten bezeichnen kann, vermutlich ist es mal wieder so wie immer: es kommt auf die Subkultur an. Ich kann eigentlich nur von israelischem Daten sprechen, da läuft alles recht locker ab: einmal mailen, einmal telefonieren und einmal Treffen. Wenn sie dann noch ans Telefon geht will sie f…

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Techno Tel Aviv

June 2nd, 2009 · Comments Off

Neulich hatte ich mal wieder (wenn auch nur für kurze Zeit) eine Freundin, die gleich auf eine Techno Party geschleppt hat. Die Atmosphäre war toll. Die Party fand am Samstag Nachmittag statt (zu vergleichen mit dem Sonntag in Deutschland) und sollte um 14 Uhr in einem alten Industrieviertel stattfinden. Die kultige Party begann natürlich erst um 16 Uhr, aber die Sonne hat noch ein bisschen geschienen und die Atmosphäre war einmalig.

Von der besagten Technoparty in Tel Aviv habe ich leider keine Bilder, aber ich habe auf youtube was gefunden, was auch noch zu “Karneval in Tel Aviv passt. Die Atmosphäre war sehr sehr ähnlich: völlig relaxed, stoned, in Bewegung und machmal auch cool:

[youtube 4Zm-ygb5agk]

Als besondere Attraktion fand ein open air Tanz mit DJ Bayern statt, der eigens aus München geholt worden ist. Hier musste ich schon ziemlich lachen, weil die Organisatoren nichts Besseres zu tun hatten, als auf den Werbeplakaten heftig und kräftig mit bayerischen Stereotypen wie Lederhosen oder großen Biergläsern zu spielen.

Der Auftritt von DJ Bayern wurde dann auch entsprechend besucht auch eine kleine Jodeleinlage brachte das verkleidete Publikum völlig aus dem Häuschen. So ist es eben, das Tel Aviver Partyvolk! Einige waren wohl so begeistert, dass sie ihre Hochzeit als DJ Hochzeit München nach Bayern verlegt haben. Ob das wirklich richtig ist, konnte ich leider nicht kontrollieren.

Comments OffTags: Ausgehen Tel Aviv

Karneval Tel Aviv

June 2nd, 2009 · 2 Comments

Das Purim Fest geht zurück auf das Alte Testament und erinnert an die Rettung der Juden durch Königen Esther im persischen Reich. Nun, wer die Geschichte genauer nachlesen möchte, der kann sich an eine der zahllosen Quellen im Internet wenden.

Hier geht es um Karnaval in Tel Aviv oder besser Purim in Tel Aviv. Juden verkleiden sich traditionell zum Purimfest. Eine Sitte, die vor allem in Tel Aviv zu faschingähnlichen Partys führt. Die Verkleidungen entsprechen nicht der deutschen Mode zu Karnaval, die Kostüme sind viel ausgefeilter und witziger.

Purim liegt meist im März (die gregorianische und der jüdische Kalender sind nicht deckungsgleich), so dass das Wetter schon ganz ordentlich ist. Vor allem Abends werden in ganz Tel Aviv rauschende Feste gefeiert, vor allem in einem bestimmten Viertel: Florentin.

Das Florentin Viertel im Süden von Tel Aviv hat einen Aufstieg vom Arme Leute Viertel hin zum Viertel für Alternative, Studenten und Künstler hinter sich. Auf der Hauptstraße des Viertels (Florentin) ist nach 23 Uhr kaum noch ein Durchkommen. Es ist brechend voll, fast alle Feiernden sind verkleidet.

Alkohol gibt es reichlich, aber nicht in Strömen, wie es beim Fasching in Deutschland der Fall ist. Die Leute feiern ausgelassen, aber es gibt Grenzen.

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Purim in Tel Aviv sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man im Februar/März ohnehin eine Reise nach Israel plant. Selbst eingefleischte Karnevalsmuffel (wie ich) können hier ihren Spaß haben, weil die Atmosphäre nicht ganz so ausufernd ist, wie in Deutschland.

Hier noch einige weitere Impressionen: Purim

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Chamsin oder Hamsin?

May 4th, 2009 · No Comments

Ich erinnere mich noch an meine Israelbesuche mit meinen Eltern als ich klein war. Irgendwann während jedes Urlaubs fing mein Vater an zu erzählen, dass jetzt ein Hamsin ansteht und die Leute dann durchdrehen. Ein Chamsin ist ein warmer Wind aus der Sahara, der meist im Frühjahr für einige Tage über Israel hinwegweht. Ein warmer Föhn. Soweit die Theorie. Als Kind konnte ich allerdings keine Wetteränderung feststellen.

Auch die Übersetzungen der Gespräche auf der Straße überzeugten mich nicht so recht. Mein Vater übersetzte Gesprächsfestzen: “Du machst Deiner alten Mutter noch nicht mal ein Brot” und zeigte auf eine alte und eine junge Frau, die auf einem Balkon saßen. Die Leute drehen wegen des Hamsin in Israel durch. Überzeugend war das nicht so recht, schließlich jammerte meine Oma unabhängig vom Chamsin ständig. Und überhaupt schein sich das Wetter gar nicht zu verändern, es war immer Eitel Sonnenschein.

Nun wurde wieder einmal ein Chamsin in Israel angekündigt und ich bin knappe 40. Gestern wurde es schwül, die Abgase sind nicht mehr abgezogen und in jeder Ecke von Tel Aviv hat es noch mehr gestunken als sonst. Das ist das eigentlich nervige am Hamsin in Tel Aviv: die vorhergehende Inversionswetterlage. In höheren Schichten ist die Luft wärmer als in unteren Schichten und die Abgase können nicht mehr abziehen.

Über Nacht kam der warme Wind, meine Fensterläden klapperten die ganze Nacht. Ich finde den warmen Wind nicht so schlimm, immerhin ist der Gestank abgezogen, nur auf dem Fahrrad war es etwas nervig, weil ich gegen den Wind fahren musste und der Hamsin mir Sand in die Augen bließ.

Übrigens beschweren sich alle Leute tatsächlich von morgens bis abends über den Chamsin in Tel Aviv. Es wäre warm, man würde von dem Hamsin nervös, usw.

Dabei ist der Chamsin in Tel Aviv gar nichts. Im August kann man im Negev in Israel einen richtig schönen Hamsin genießen. Man steigt aus dem (hoffentlich klimatisierten Auto aus) und hat das Gefühl, man bekäme einen Föhn ins Gesicht gehalten. Der Wind ist nicht warm, sondern heiß!

Nun ist es mittag und mein Kreislauf spielt verrückt. Es sieht so aus, als hätte ich mich in die Riege der “über den Chamsin Beschwerer” eingereiht. Es ist auch nicht mehr Eitel Sonnenschein draußen: es ist warm und es sieht nach Nebel aus. Tatsächlich ist es feiner Sand.

Zum Glück wurde meine Wohnung erst gestern geputzt, so kann ich den Sand in meiner Wohnung heute abend besser begutachten.

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UN Schule von Israel bombardiert

February 5th, 2009 · 2 Comments

Am 6. Januar 2009 machte die vermeidliche Bomardierung einer UN Schule durch israelisches Militär die Runde durch die Weltpresse.

Ich habe ehrlich gesagt gar keine Lust, dies alles länger auszuführen,  im Prinzip interessiert es ohnehin niemanden.

Nach einem Artikel, der gestern von der Jerusalem Post veröffentlicht wurde, musste die UN nach einer Untersuchung wohl klarstellen, dass sich die damaligen Ereignisse wohl ehrer außerhalb der UN Schule als in der UN Schule abgespielt haben.

UN Klarstellung – Schule doch nicht bombardiert

Wie perfide die Hamas in ihrer Propaganda vorgeht ist für mich ohnehin klar, wie dümmlich sich die Presse davon einlullen lässt, ist für mich unterträglich. Der Schuldige steht ohnehin fest: der israelische Agressor.

Dass die Hamas die UN Lieferungen zunächst einmal an ihre eigenen Anhänger verteilt, Kinder als Schutzschilde missbraucht und Regimegegener gnadenlos verfolgt, spielt dabei offensichlich keine Rolle.

Feige terroristische Parteien haben wohl neuerdings die Presse hinter sich.

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