Hebräisch leicht gemacht

Wie schnell kann man eigentlich als Deutscher Hebräisch lernen? Gesprochenes modernes Hebräisch wird übrigens Yvrit genannt (Deutsch wohl eher mit I, also Ivrit). Um es gleich vorweg zu sagen – man kann als Deutscher sehr schnell eine große Anzahl von Worten lernen, leider hilft einem das im täglichen Leben nicht viel weiter. Dies ist eher ein Spaßpost, eine Sammlung von deutschen Worten, die ins Hebräische gewandert sind.

Deutsch Hebräisch
Cremeschnitte Cremeschnitt
Schalter Schalter
Forelle Forell
Schnitzel Schnitzel (pl Schnitzelim)
Dübel Dibel
Biss Biss
Blinker Winker
Lagerim Kugellager
@ Strudel
Plattfuß Plattfuß
spritzen Spritz (machen)
Auto Otto

Wem fallen noch mehr leicht zu erlernende Worte ein?

Jom Kippur Tel Aviv Bilder

Gestern war mal wieder Jom Kippur (die Amis nennen es Yom Kippur) und es ist mal wieder Zeit in mich zu gehen und etwas auf meinem geliebten Blog zu veröffentlichen, zumal Sabrina gestern einige cremeschnittige Bilder von mir gelungen sind. Aber eigentlich geht es hier gar nicht um mich, nein, sondern um das Versöhnungsfest an dem das ganze Land ruht. In der pulsierenden Metropole Tel Aviv bewegen sich kaum Autos und die Autos, die sich bewegen…

Also, fangen wir vielleicht einfach damit an, wie es zu Jom Kippur tagsüber ist:

Man kann tagsüber mit seinen Düsensandalen einfach so durch die Gegend fliegen, ohne dass man sich Gedanken darüber machen muss, ob man jetzt gleich von einem Raser oder Telefonierer überfahren wird.

Mann kann sich auch einfach mit einer schönen Frau mitten auf die Straße stellen. Diese Straße ist normalerweise stark befahren und nicht ganz ungefährlich.

Eigentlich ist das natürlich alles Blödsinn. Jom Kippur fängt natürlich am Vorabend an, so wie alle jüdischen Feiertage. Das ganze beginnt also Abends bzw. in der Nacht und zieht sich den nächsten TAG hin. Abends ist der Feiertag beendet und der Verkehr setzt wieder ein. Die Leute fahren aber, als wären sie erleuchtet und hupen viel, weil sie ultravorsichtig sind. Strafzelltel wegen Hupens werden nicht verteilt.

Also, es beginnt abends und man kann sogar auf der nahegelegenen Stadtautobahn spazieren gehen:

 

 

Israel Regen

Über die beste Reisezeit für Israel lasse ich mich ja gerne und regelmäßig aus. Dieses Mal muss ich allerdings von einem anderen Ereignis sprechen. Ein Ereignis, dass den israelischen Staat in seinen Grundmauern erschüttern lässt: es hat geregnet.

Ja, es hat zum ersten Mal seit April 2010 geregnet und heute ist der sechste Dezember. Der Regen ist über Nacht gekommen und hat auch mich überrascht. Meine Wäsche stand noch auf dem Balkon. Sie war wegen des tollen Wetters im November bis zum gestrigen Tag schon trocken und jetzt weiß ich nicht was ich mit der Wäsche tun soll.

Auch andere Israelis scheinen mit dem Regen in Israel nicht so gut klarzukommen. Die meisten Israelis wissen zum Beispiel nicht, wie man einen Scheibenwischer bedient, einige sogar nicht, dass es so etwas wie Scheibenwischer gibt.

Aber Spaß beiseite, ich werde hier einen Regenzyklus in Israel beschreiben. Regen in Israel ist nun mal selten, blöd ist es natürlich, wenn man seinen Sonnenurlaub in Israel genau an einem Regentag startet.

Regen Israel:

Tag 1, 5. Dezember 2010: Es ist prächtiges Wetter, die Sonne scheint. Mittags sind es satte 28 Grad. Die Sonne geht leider schon früh unter, so dass es ab ca. 16:30 dunkel ist. Abends frischt es etwas auf, insgesamt ist dieses unglaublich geile Wetter bereits seit Anfang November so. Vorher war es mir zu heiß.

In der Nacht, völlig unbemerkt von mir, setzte starker Regen ein. Allerdings habe ich diesen glatt verschlafen.

Tag 2, 6. Dezember: das Land ist in Schockstarre. Einige Eltern verzweifeln dabei, Ihren Kindern zu erklären, was Regen ist und behaupten einfach, über Nacht wären die Straßen sauber gemacht worden.

Es ist bedeckt und deutlich kühler. Keine Sonne zu sehen. Nachdem ich zwei Stunden gearbeitet habe, wird mir kalt und ich ziehe mir einen zweiten Pulli an. Dann müssen auch die Sandalen dran glauben. Ich ziehe Socken und Turnschuhe an.

Heul, werde ich jemals wieder Sandalen tragen können?

Am Nachmittag kann bereits Entwarnung gegeben werden. Die Sonne hat genug Kraft, die Wolken zu ‘schmelzen’. Bereits am nächsten Tag ist wieder alles eitel Sonnenschein mit 26 Grad.

10.12. 2011 Es ist Sturm gemeldet. Ich fahre den gesamten Vormittag mit meinem Fahrrad rum und mache Einkäufe. Dabei hole ich mir einen leichten Sonnenbrand. Zwischen 13 und 14 Uhr regent es. Leider habe ich gerade zu dieser Zeit Mittagsschlaf gehalten. Irgendwie habe ich es aber doch gehört. Eine Entspannung macht sich breit.

Abends klärt es wieder auf.

11.12.Vielleicht schaffen wir es ja heute. Es ist morgens stark bewölkt, sehr düster und relativ windig.

Mittags verschlimmert sich die Lage: es kommt ein starker Sturm auf. Das Meer ist sehr unruhig, man fühlt sich fast an die Nordseeküste erinnert. Der Sturm ist so stark, dass ich mich hineinlehnen kann. Naja 🙂 fast. Aber der Sturm ist heftig und es klappert an allen Enden und Ecken. Wer bei einem solchen Tag in Israel ist, sollte versuchen ans Meer zu kommen und den Anblick der sich biegenden Palmen und der wütenden Wellen genießen.

12.12. Heftiger Regen

Der Sturm hat die ganze Nacht angehalten. Die ganze Nacht war ein Klappern und Klacken zu hören. Ich bin bereits um 7 Uhr aufgewacht und fühle mich erfrischt. Der Wind scheint mich zu beruhigen, obwohl ich unruhig geschlafen habe. Mittags setzen erste kurze Schauer ein, die von heftigen Böhen gefolgt werden. Wieder biegen sich die Palmen im Wind und dann öffnen sich die Schleußen: it’s raining cats and dogs! Heftiger Regen setzt ein. Nach einer kurzen Pause geht es zwischen 16 Uhr und 21 Uhr unvermindert weiter als wäre ein Damm gebrochen.

Nun ist es 22:21 und ich höre, dass der Regen angenehm gegen meine Fenster plätschert. Ich werde sicherlich wieder gut schalfen. Der große Sturm ist erst mal vorbei.

13.12.2010

Morgens scheint die Sonne, es sind allerdings noch sehr viele Wolken am Himmel. Die Temperaturen sind stark gefallen. Ich bibbere in meinem Büro und mache mir den Heizstrahler an. Den ganzen Vormittag über wechseln sich Sonne und Wolken ab, nachmittags setzt wieder Regen ein, allerdings ohne Sturm. Es regnet nur zwei mal länger und heftig. Abends klart es auf.

14.12.2010

Die Sonne weckt mich. Der Himmel ist blau. Die Temperaturen sind gestiegen. Das übliche schöne Wetter. Ich schätze heute wird es maximal 24 Grad :-).

Das wars, so sieht ein kleiner Regenzyklus in Tel Aviv aus

Dating in Israel

Letzte Woche habe ich mal wieder einen Blick auf jdate geworfen, vielleicht weil ich mich etwas langweile und immer noch Single in Israel bin. Manche Freunde fragen mich: wie schaffst Du es, in Tel Aviv Single zu sein? Ganz einfach: viel arbeiten und rumschnauzen, geht ganz locker. Sehr gut funktioniert auch: “Ich habe keine Lust mehr diese Frage zu beantworten, weil ich sie immer gestellt bekomme” auf “Warum bist Du nach Israel gekommen” zu antworten. Aber Spaß beiseite.

jdate.com ist tatsächlich zu empfehlen, die Oberfläche funktioniert einwandfrei und ist sehr schnell. Bislang habe ich auf jdate.com nur ernstezunehemde Singels kennengelernt. Einziger Makel ist aus meiner Sicht, dass Frauen weniger zahlen müssen als Männer, aber vielleicht ist die jüdische Welt einfach ein bisschen konservativer.

Für Frauen gibt es zudem die „ich kann einmal kontakten“ Regel, die den unwissenden Mann ins Grübeln bringen kann. Eine Frau kann auf jdate eine mail an aus dem System schreiben, ohne den Mitgliedsbeitrag zahlen zu müssen. Das geht bei Männern nicht, die können nur mails schreiben, wenn sie bezahlt haben. Frauen können auch die erste Antwort das Mannes lesen, dann aber nicht mehr antworten, zumindest nicht ohne zu bezahlen.

Man bekommt in der logischen rationalen Folge mails in folgendem Stil:

-> Kann ich bitte Deine Telefonnummer haben?

Anfangs war ich so blöd und habe erst mal so geantwortet, was denn die Eile soll und so. Ernsthaft interessierte schicken entweder eine weitere mail über einen Freund / Freundin (was mir einmal passiert ist) oder sogenannte Flirts, die unbegrenzt geschickt werden können. Allerdings ohne eigenen Text, nur mit „wie wäre es mit einem Drink?“. Das muss Mann dann verstehen. Dazu muss man wissen, dass man in einen Flirt als zahlender Mann eine email Adresse schreiben kann.

Hat Mann das System noch nicht verstanden, kann Mann schon Zweifel an Ihrer Zurechnungsfähigkeit bekommen: zunächst wird hektisch nach der Telefonnummer gefragt, auf die gemütliche Antwort folgt erst Schweigen und dann kommen ständig nervige Standartflirts. Einmal habe ich mich jdate beschwert, weil ich dachte, dass sie rum spammt.

Aha, irgendwann hat Mann es dann verstanden und siehe da: als Antwort genügt eine einfache email Adresse und Schwups, erhält Mann Antwort.

Ich weiß aber wirklich nicht, ob man jdate als jüdisches Daten bezeichnen kann, vermutlich ist es mal wieder so wie immer: es kommt auf die Subkultur an. Ich kann eigentlich nur von israelischem Daten sprechen, da läuft alles recht locker ab: einmal mailen, einmal telefonieren und einmal Treffen. Wenn sie dann noch ans Telefon geht will sie f…

Karneval Tel Aviv

Das Purim Fest geht zurück auf das Alte Testament und erinnert an die Rettung der Juden durch Königen Esther im persischen Reich. Nun, wer die Geschichte genauer nachlesen möchte, der kann sich an eine der zahllosen Quellen im Internet wenden.

Hier geht es um Karnaval in Tel Aviv oder besser Purim in Tel Aviv. Juden verkleiden sich traditionell zum Purimfest. Eine Sitte, die vor allem in Tel Aviv zu faschingähnlichen Partys führt. Die Verkleidungen entsprechen nicht der deutschen Mode zu Karnaval, die Kostüme sind viel ausgefeilter und witziger.

Purim liegt meist im März (die gregorianische und der jüdische Kalender sind nicht deckungsgleich), so dass das Wetter schon ganz ordentlich ist. Vor allem Abends werden in ganz Tel Aviv rauschende Feste gefeiert, vor allem in einem bestimmten Viertel: Florentin.

Das Florentin Viertel im Süden von Tel Aviv hat einen Aufstieg vom Arme Leute Viertel hin zum Viertel für Alternative, Studenten und Künstler hinter sich. Auf der Hauptstraße des Viertels (Florentin) ist nach 23 Uhr kaum noch ein Durchkommen. Es ist brechend voll, fast alle Feiernden sind verkleidet.

Alkohol gibt es reichlich, aber nicht in Strömen, wie es beim Fasching in Deutschland der Fall ist. Die Leute feiern ausgelassen, aber es gibt Grenzen.

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Purim in Tel Aviv sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man im Februar/März ohnehin eine Reise nach Israel plant. Selbst eingefleischte Karnevalsmuffel (wie ich) können hier ihren Spaß haben, weil die Atmosphäre nicht ganz so ausufernd ist, wie in Deutschland.

Hier noch einige weitere Impressionen: Purim

Chamsin oder Hamsin?

Ich erinnere mich noch an meine Israelbesuche mit meinen Eltern als ich klein war. Irgendwann während jedes Urlaubs fing mein Vater an zu erzählen, dass jetzt ein Hamsin ansteht und die Leute dann durchdrehen. Ein Chamsin ist ein warmer Wind aus der Sahara, der meist im Frühjahr für einige Tage über Israel hinwegweht. Ein warmer Föhn. Soweit die Theorie. Als Kind konnte ich allerdings keine Wetteränderung feststellen.

Auch die Übersetzungen der Gespräche auf der Straße überzeugten mich nicht so recht. Mein Vater übersetzte Gesprächsfestzen: “Du machst Deiner alten Mutter noch nicht mal ein Brot” und zeigte auf eine alte und eine junge Frau, die auf einem Balkon saßen. Die Leute drehen wegen des Hamsin in Israel durch. Überzeugend war das nicht so recht, schließlich jammerte meine Oma unabhängig vom Chamsin ständig. Und überhaupt schein sich das Wetter gar nicht zu verändern, es war immer Eitel Sonnenschein.

Nun wurde wieder einmal ein Chamsin in Israel angekündigt und ich bin knappe 40. Gestern wurde es schwül, die Abgase sind nicht mehr abgezogen und in jeder Ecke von Tel Aviv hat es noch mehr gestunken als sonst. Das ist das eigentlich nervige am Hamsin in Tel Aviv: die vorhergehende Inversionswetterlage. In höheren Schichten ist die Luft wärmer als in unteren Schichten und die Abgase können nicht mehr abziehen.

Über Nacht kam der warme Wind, meine Fensterläden klapperten die ganze Nacht. Ich finde den warmen Wind nicht so schlimm, immerhin ist der Gestank abgezogen, nur auf dem Fahrrad war es etwas nervig, weil ich gegen den Wind fahren musste und der Hamsin mir Sand in die Augen bließ.

Übrigens beschweren sich alle Leute tatsächlich von morgens bis abends über den Chamsin in Tel Aviv. Es wäre warm, man würde von dem Hamsin nervös, usw.

Dabei ist der Chamsin in Tel Aviv gar nichts. Im August kann man im Negev in Israel einen richtig schönen Hamsin genießen. Man steigt aus dem (hoffentlich klimatisierten Auto aus) und hat das Gefühl, man bekäme einen Föhn ins Gesicht gehalten. Der Wind ist nicht warm, sondern heiß!

Nun ist es mittag und mein Kreislauf spielt verrückt. Es sieht so aus, als hätte ich mich in die Riege der “über den Chamsin Beschwerer” eingereiht. Es ist auch nicht mehr Eitel Sonnenschein draußen: es ist warm und es sieht nach Nebel aus. Tatsächlich ist es feiner Sand.

Zum Glück wurde meine Wohnung erst gestern geputzt, so kann ich den Sand in meiner Wohnung heute abend besser begutachten.

Tod dem Saft!

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So, wir sind mal wieder die bösen und unverhältnismäßig, ja ja. Israel ist böse, weil es nach fünfjährigem Raketenbeschuss durch die Hamas einfach die Schnauze voll hat von albernen Spielen und megaschlauem Taktieren durch die Hamas.

Ich habe ehrlich gesagt auch die Schnauze voll davon, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, sprich: Palästinenser dürfen sich wie Untermenschen verhalten und Juden sollen sich im Gegenzug doch bitte gepflegt weiter mit Raketen beschießen lassen. Nein, ich möchte bitte richtig verstanden werden. Palästinenser sind keine Untermenschen, sondern ihre völlig verblödeten, engstirnigen und vor allem verantwortungslosen politischen Führer. Ich habe die Schnauze gestrichen voll davon zu hören, dass die Juden alles Schuld sind und die Palästinenser folglich keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Das gilt auf Makroebene (ihre Führer) und leider auch auf Mikroebene (durch die Führung geschickt gesteuert): Anstatt ein neues Leben aufzubauen, bleibt alles beim Status ‘Flüchtlinge’, damit auch ja alles beim Alten bleibt.

Denn eins ist klar: es könnte den Palästinensern ganz schnell besser gehen als den Arabern in der Region, wenn es endlich zu einem vernünftigen Austausch kommen würde. Allen denjenigen, die sagen die Raketen der Hamas seien legitim, denen rate ich endlich mit dem Beschuss des Sudetenlandes zu beginnen und die Sudetendeutschen endlich in Flüchtlingslager zu stecken, damit man auch ja die ganze Zeit rumheulen kann, dass die Sudetendeutschen vertrieben wurden. Dann bringt man ihnen bei, wie man Raketen baut und schon kann es losgehen. Nein, die Situation in Deutschland und in Israel ist nicht zu vergleichen. Es geht mir um etwas anderes: um Verantwortung.

Die Palästinenser müssen Verantwortung übernehmen, sich sozial und wirtschaftlich aus dem Schock herausarbeiten und ein neues Leben beginnen. Das geht aber nicht, wenn man sich den ganzen Tag damit beschäftigt, auf die bösen Juden zu zeigen, anstatt an der Zukunft zu arbeiten.

Das geht freilich nicht, wenn palästinensische Führer ihren Leuten die ganze Zeit erzählen, dass dies nicht geht, bevor ‚der Feind‘ das Land verlassen hat. Für die Hamas wäre ein gutes Verhältnis zwischen Israel und Palestina sicherlich ein Alptraum, weil die Palästinenser die fundamentalistische Gesinnung der Hamas ganz schnell über Bord werfen würden und sich lieber damit beschäftigen werden, als Muslime ein schönes, besseres Leben zu führen (man verzeihe mir meine naive Darstellung). Die Mittel zur Polarisierung, oder besser die Konfliktlinien wären verschwunden und diese braucht die Hamas dringend um sich selbst zu legitimisieren.

Besser wird es natürlich auch nicht, wenn die palästinensischen Führer sich Hilfsgelder lieber selber in die Tasche stecken, wie es die Fatah jahrelang praktiziert hat. Frau Arafat lebt heute mit einem geschätzten Vermögen von 300 Millionen Dollar in Paris. Da wundert es mich wenig, dass die Palästinenser lieber die Hamas wollten. Die hat aber nichts Besseres zu tun, als die eigene Bevölkerung ins Verderben zu treiben, anstelle bei der EU heulen zu gehen. Die EU hätte mit Sicherheit einige hundert Millionen Euro klar gemacht, die man sehr sinnvoll hätte nutzen können, z.B. zu einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Einwohner in Gaza. Warum? Weil man ohne Konflikte nicht polarisieren kann.

Aber es ist ja besser, seinen Leuten zu erzählen, dass die Juden alles Schuld sind und sich wie Untermenschen zu benehmen, indem man feige, bewusst und völlig verantwortungslos eine Aufrüstung auf Kosten der Bevölkerung betreibt und in dieser Feigheit soweit geht, Kindergärten, Moscheen und soziale Einrichtungen zu Waffenlagern umzufunktionieren.

Ich frage mich, wann die palästinensischen Führer endlich aufhören, Ihre eigene Bevölkerung für ihre Zwecke zu missbrauchen und Verantwortung für eine echte Verbesserung der Situation zu übernehmen.

Es wird wohl langsam Zeit, denn auch den arabischen Nachbarn scheint der Geduldsfaden gerissen zu sein. Ägypten hat sich immer für die Palästinenser eingesetzt, aber (das kann man zwischen den Zeilen lesen) jetzt endgültig die Geduld verloren. Ähnlich sieht es mit Jordanien und den Saudis aus.

Sommer in Tel Aviv

Ich hatte mich vor einiger Zeit bereits über die beste Reiszeit Israel ausgelassen. Damals war ich zu dem Schluss gekommen, dass der Sommer keine gute Reisezeit ist, weil es sehr heiß ist und die Preise hoch sind.

Irgendwie empfinde ich diesen Sommer anders in Tel Aviv, es ist schon mächtig heiß und die Zeit beginnt, wo es nachts nicht wirlich abkühlt. Morgens wache ich schweißgebadet auf und die Sonne kann einen regelrecht verbrennen.

Trotzdem – der Tel Aviv Sommer hat auch seine schönen Seiten. Leicht bekleidete Israelis, jede Nacht Partys bis in die Morgenstunden, lauwarmes Meer, wunderschöne Blumen. Einfach vibrierendes Leben and jeder Ecke.

Der Sommer in Tel Aviv verstärkt die ohnehin starke Kultur des draußen seins. Israelis arbeiten tagsüber und sind ab 22 Uhr überall in den Pubs zu finden. Andere sitzen im heißen Tel Aviver Nächten einfach am Strand von Tel Aviv. Aber auch tagsüber bemerkt man die Kultur des Ausgehens: die Cafes sind belagert, überall zeigt man sich und will gesehen werden.

Tagsüber kann man in Tel Aviv durchaus in Shorts rumlaufen, Israelis ziehen zum Ausgehen am Abend aber meist eine lange Hose an (zumindest die Herren). Wer nachts im Short in einer Bar oder Kneipe sitzt, wird sofort als Ausländer enttarnt. MitKonsequenzen ist nicht zu rechnen :-).

Der Tel Aviver Sommer zeichnet sich aber auch durch hohe Luftfeuchtigkeit aus. Genau das macht vielen Besuchern zu schaffen. Durch die Wind vom Meer wird die Stadt in ein feucht heißes Klima gebettet. Nicht umsonst war die gesamte Küstenregion vor der Kultivierung durch die Juden ein malariaverseuchtes Sumpfgebiet. Malaria in Israel gibt es heute nicht mehr, die hohe Feuchtigkeit konnte aber nicht abgeschafft werden.

Wer mit feuchter Hitze große Probleme hat, sollte Tel Aviv im Sommer meiden. Bei jeder Bewegung schwitzt man und man freut sich auf die nächste klimatisierte Bar. Genau wie Deutschland im Winter – nur umgekehrt.

Wohnungssuche Tel Aviv

Heute habe ich eine Anfrage wegen Mietpreisen in Tel Aviv und Wohnungssuche in Tel Aviv bekommen. Wer eine Wohnung in Tel Aviv mieten möchte, der hat eigentlich nur eine Wahl: homeless.co.il. Einige Israelis sagen, dass man auch über yad2.co.il eine Wohnung in Tel Aviv suchen kann, der Markt ist hier aber deutlich kleiner und viele Vermieter schalten doppelt. Read more

Können Kakerlaken fliegen?

Können Kakerlaken fliegen? Natürlich nicht, dachte ich bis gestern. Kakerlaken krochen oder liefen bisher immer nur in blanker Panik vor mir davon, ich genauso panisch hinterher. Meist mit K300 um diesen widerlichen Viechern den Garaus zu machen.

Leider gibt es in Tel Aviv ziemlich viele Kakerlaken. Letztens war ich in einem guten Restaurant (über das schreibe ich demnächst) und die Kakerlake, die seelenruhig über den Boden lief wurde von allen Anwesenden ignoriert. Israelis verstehen sich aufs Kakerlaken ignorieren, in fast jedem Haushalt läuft schon mal ein rum. Natürlich stehen die Supermärkte voll von Kakerlakengiften, angefangen von Heppi, einem Bodenpflegemittel gegen Kakerlaken bis zu meinem geliebten K300, dem ultimativen Kakerlakenvernichter. Read more

beste Reisezeit Israel

Ich bin noch nie gefragt worden, wann man Israel am besten bereist. Ich habe mich trotzdem dazu entschlossen etwas über die beste Reisezeit Israel zu schreiben, weil es heute geregnet hat.

Es ist Mittwoch, der 7. November und es hat heute in Tel Aviv das erste Mal seit sechs Monaten geregnet. Ein bisschen tröpfeln habe ich dabei ausgeschlossen, das hatte es bereits im Oktober. Die beste Reisezeit für Israel ist für mich der November. Die brütende Hitze des Sommers ist vorbei, das Meer ist noch warm und es regnet ab und zu sogar einen Tag. Read more

24 Stunden Supermarkt Tel Aviv AM:PM

Ich steh sogar manchmal nachts auf um im AM:PM spazieren zu gehen. Es gibt in Tel Aviv eine Supermarktkette, deren Filialen 24 Stunden am Tag geöffnet haben, sieben Tage die Woche. Es gibt nur zwei Ausnahmen: Yom Kippur und der Vorabend des Holocaustgedenktages. Ansonsten kann man im AM:PM immer einkaufen, wann man lustig ist.

Die einzelnen Läden unterscheiden sich hinsichtlich der Auswahl zwar kaum, die Atmosphäre dafür um so mehr. Ich liebe beispielsweise die Filiale auf der Ibn Gvirol Ecke Jabotinsky. Das Personl ist supernett und die Atmosphäre ist sehr locker und israelisch. Die Filiale Nordau Ecke Jabotinsky erinnert mich hingegen eher an einen Touristensupermarkt.

Kakerlake in Tel Aviv

Am 10 September 2007, dem Vorabend zum jüdischen Neujahrsfest habe ich meine neue Wohnung auf einer der schönsten Straßen von Tel Aviv bezogen, der Nahum. Sehr schöne Umgebung, der Anfang der Straße wird von wunderschönen alten Bäumen geziert in denen die Vögel jeden Tag pünktlich um 5 Uhr ein gigantisches Zwitscherkonzert von sich geben. Wundervoll.

Zum Einzug habe ich mir eine Flasche guten Weins gegönnt, ihn geöffnet und das Glas auf der Küche stehen lassen. Irgendwann musste ich mal und habe bei meiner Rückkehr panisch, laut, angeekelt und entsetzt geschrieben: “Kakerlake”. Alle Mann an Bord, fertig machen zum Gefecht. Laserkanonen fertig machen! Naja, wir wollen mal nicht mit Luftgewehren auf Panzer schießen: “Scotty, machen Sie die Protonenkanonen klar!”. Mein Adrenalinpegel steigt gewaltig an, ich atmete tief durch um dem folgenden Kampf gewachsen zu sein. Read more