Tel Aviv Blog

Leben im nicht ganz so heiligen Land

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israelisch arabischer Konflikt

October 11th, 2010 · 2 Comments

Sogar jene, die Israels Premier Benjamin Netanyahu nicht sonderlich sympathisch gegenüberstehen, können eine gute Portion Zufriedenheit von diesem Interview im britischen Fernsehen beim Gegenschlag nach der Beschießung Israels durch die Hamas bekommen.

Der Interviewer: “Wie kommt es, dass in diesem Konflikt soviel mehr Palästinenser als Israelis getötet wurden?” (Eine anstößigere Frage kann es wohl nicht geben!)

Netanyahu: “Sind Sie sich sicher, dass Sie in dieser Richtung mit der Befragung beginnen möchten?”

Interviewer: (In die Falle tappend) Warum nicht?

Netanyahu: “Weil im 2. Weltkrieg mehr Deutsche als Briten und Amerikaner zusammen getötet wurden, aber niemand bezweifelt die Tatsache, dass der Krieg durch die Aggression Deutschlands ausgelöst wurde.

Und Als Reaktion auf den deutschen Blitzkrieg auf London haben die Briten die Stadt Dresden zerbombt und mehr deutsche Zivilisten getötet als die Anzahl der getöteten Menschen in Hiroshima.

Darüber hinaus könnte ich Sie daran erinnern, dass im Jahre 1944, als die Royal Air Force versuchten die Gestapo-Hauptquartiere Kopenhagen zu bombardieren, einige Bomben ihr Ziel verfehlten und auf ein dänisches Kinderkrankenhaus fielen, 83 Kleinkinder töteten. Vielleicht haben Sie auch eine andere Frage?”

Offensichtlich hat Benjamin Netanyahu ein Interview gegeben und wurde zu Israels Besetzung der arabischen Länder befragt.

Seine Reaktion war: “Es ist unser Land”. Der Journalist (CNN oder ein ähnlicher Sender) war erstaunt – lesen Sie nachfolgend weiter “Es ist unser Land…” Es ist wichtige Information, da wir keine faire und akkurate Berichterstattung von den Medien bekommen und Tatsachen gehen eher im Durcheinander der täglichen Geschehnisse unter.

Schnellkurs über den Arabisch-Israelischen Konflikt.

Hier die übersehenen Tatsachen zur gegenwärtigen und vergangenen Nahost-Situation. Sie wurden von einem christlichen Universitätsprofessor zusammengestellt:

Fakten zum heutigen israelischen Konflikt…(Die Lesedauer beträgt nur 1,5 Minuten.)

Es ist wahrheitsgemäß und meinungsneutral, ob Jude oder Nichtjude – das ist unwichtig.

Nationale Identität und Jerusalem .Israel wurde zur Nation in 1312 v. u. Z. Zweitausend Jahre vor dem Aufkommen des Islams.

1967 begannen arabische Flüchtlinge in Israel damit sich als Teil des palästinensischen Volkes zu identifizieren, zwei Jahrzehnte nach der Gründung des heutigen Staats Israel.

Nach der jüdischen Eroberung im Jahre 1272 v. u. Z. hatten Juden die Oberherrschaft 1000 Jahre über das Land und haben in dem Land eine kontinuierliche Präsenz in den letzten 3300 Jahren.

Die einzige arabische Oberherrschaft seit der Eroberung im Jahre 635 u. Z. hat nicht länger als 22 Jahre angedauert.

Seit mehr als 3300 Jahren ist Jerusalem die jüdische Hauptstadt. Jerusalem war nie die Hauptstadt einer arabischen oder muslimischen Entität. Selbst als Jordanien Jerusalem besetzten, haben sie die Stadt niemals als ihrer Hauptstadt deklarieren wollen und arabische Führer haben die Stadt nie besucht.

Jerusalem wird an über 700 Stellen im Alten Testament erwähnt.

Jerusalem wird im Koran nicht einmal erwähnt.

König David hat die Stadt Jerusalem gegründet. Mohammed kam nie nach Jerusalem.

Juden wenden sich beim Beten Jerusalem zu. Beim Beten wenden Muslime Jerusalem den Rücken zu.

arabische Flüchtlinge – palästinensische Flüchtlinge

Arabische und jüdische Flüchtlinge: 1948 wurden arabische Flüchtlinge von arabischen Führern angehalten, Israel zu verlassen, um das Land von Juden zu säubern. 68 Prozent haben das Land verlassen, ohne auch nur einen israelischen Soldaten je gesehen zu haben.

Jüdische Flüchtlinge waren gezwungen, aus arabischen Regionen aufgrund der Brutalität, der Verfolgung und den Pogromen seitens der Araber zu fliehen.

Die Anzahl arabischer Flüchtlinge, die Israel 1948 verlassen haben wird mit ca. 630.000 beziffert. Die Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Ländern wird gleich hoch beziffert.

Arabische Flüchtlinge wurden ABSICHTLICH nicht aufgenommen oder in den arabischen Ländern integriert, in die sie geflohen waren, trotz des immens großen arabischen Territoriums.

Von den 100 Millionen Flüchtlingen seit dem Zweiten Weltkrieg, sind sie die einzige Flüchtlingsgruppe in der Welt, die nicht in ihren eigenen Ländern aufgenommen oder integriert wurden.

Jüdische Flüchtlinge wurden allesamt in Israel aufgenommen, ein Land nicht größer als das Bundesland Hessen oder New Jersey.

Der Arabisch-Israelische Konflikt: Die Araber werden durch acht separate Nationen repräsentiert, Palästinenser ausgenommen. Es gibt nur eine jüdische Nation. Araber haben alle 5 Kriege initiiert und verloren. Israel hat sich jedes Mal verteidigt und die Kriege gewonnen.

Die PLO Charta ruft immer noch bis auf den heutigen Tag zur Zerstörung des Staates Israel auf.

Israel hat den Palästinensern den Großteil des Landes der West Bank übergeben und palästinensische Autonomie gewährt.

Unter jordanischer Herrschaft wurden jüdische heilige Stätten entweiht und Juden wurde der Zugang zu Orten ihres Gottesdienstes verweigert.

Unter israelischer Herrschaft wurden alle heiligen Stätten, muslimische wie christliche, erhalten und zugänglich für alle Menschen aller Glaubensrichtungen gemacht.

UN-Resolutionen gegen Israel

Von 175 Sicherheitsresolutionen, die vor 1990 beschlossen wurden, waren 97 Resolutionen gegen Israel gerichtet.

Von 690 Resolutionen der UN-Generalversammlung vor 1990, waren 429 Resolutionen gegen Israel gerichtet.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen während der Zerstörung von 58 Synagogen in Jerusalem seitens der Jordanier.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen, während Jordanien den Friedhof aus dem Altertum auf dem Ölberg systematisch entweiht hat.

Die Vereinten Nationen haben geschwiegen, als Jordanien eine Apartheid-Politik aufgezwungen hat und Juden den Zugang zum Tempelberg und zur Klagemauer verweigert hat.

Dies sind unglaubliche Zeiten. Wir müssen uns fragen welche Rolle wir einnehmen sollten. Was werden wir unseren Enkeln über unser Handeln erzählen, als ein Wendepunkt in der jüdischen Bestimmung stattgefunden hat? Hatten wir eine Möglichkeit einen Unterschied zu machen?

[Übertragen aus dem englischsprachigen Original mit freundlicher Unterstützung von imkontext Wissenschaftslektorat, Oktober 2010. http://wissenschaftslektorat.com/]

Tags: israelisch arabischer Konflikt

2 responses so far ↓

  • 1 ingrid werner // Feb 9, 2013 at 6:52 pm

    und was ist jetz das Bild, dass Du dir aus den Puzzleteilen dieser Fakten zusammenbastelst? Vielleicht fehlen ja auch noch ein paar Puzzleteile. Und was das Interview mit Netanyahu angeht, so ist es weniger dazu angetan Zufriedenheit für irgendjemanden daraus zu ziehen, als uns die Selbstzufriedenheit bzw Selbstgerechtigkeit Netanyahus zu zeigen, er hat sein Weltbild gegen alle Gegenargumente Wasserdicht abgesichert und gegen sie immun. Er ist wahrscheinlich nicht so dumm zu wissen, was der Journalist mit der Frage bezweckte – er ist mit allen Wassern der Eristik gewaschen. Ziel: ___________ Bitte setze selbst ein!

  • 2 Peace // Apr 6, 2013 at 12:26 am

    OMG!!!
    Das ist ja der subjektivste, unproffesionelste und realitätsfernste Kommentar zum israelisch-palästinensischen Konflikt!

    Einfach nur gefährlich, wenn das Leute lesen die nicht so viel über diesen Konflikt wissen!

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