Maxime Erbsman

Diesen Blogpost habe ich definitiv zu früh veröffentlicht. Das volle Potenzial wird mir gerade erst bewusst. Ich sollte ein Gewinnspiel daraus machen. Der Gewinner erhält ein Kilo Schlamm aus dem Toten Meer, von mir persönlich herausgefischt.  Es ist aber wohl zu spät dafür, der Post ist schon veröffentlicht. Aber leider ist mir noch nicht klar, wofür ich den Schlamm verlosen möchte.

Trotzdem möchte ich diesen Post nicht wieder entfernen:

Eben bin ich noch mal über meine Blogposts gegangen und muss sagen, dass es schon Schade ist, dass ich in der letzten Zeit so wenig blogge. Ich reihe mich jetzt einfach in die Reihe der Blogger ein, die sich im Januar 2010 mit einem Post zu Wort gemeldet haben: „im neuen Jahr wird alles anders und ich werde wieder häufiger bloggen“, was dann der einzige Post in 2010 bleibt.

Offensichtlich fehlt einfach die Zeit, aus was für Gründen auch immer. Einige Blogger wachsen einfach über ihren Blog hinaus und gründen schwupps eine SEO Firma. Für mich wäre es nichts, denn ich habe keine Geduld, Leuten zu erklären, warum google mich nicht nächsten Morgen besser rankt.

Und eben habe ich auf spiegel.de folgendes gelesen:

„Wenn ich eins über Hollywood gelernt habe, dann, dass man sofort laut ‘ja’ schreit, wann immer jemand fragt, ob man etwas kann.“
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,719941,00.html

Man schreit in Hollywood laut, wenn man etwas haben möchte. In Israel geht es etwas anders zu. Man muss sagen, wenn man etwas haben möchte.  So schwer es immer noch für mich ist, eins habe ich gelernt: wenn ich etwas haben möchte, dann gehe ich hin und frage.

Ich bin auch auf ein „Nein“ vorbereitet. Manchmal sagen mir die Leute: „Nein, also das kostet eine Millionen“. Spinner eben…

Was sind denn nun mögliche Antworten auf meine Frage: „Ich will Deinen Blog kaufen?“, wenn man in anderen Ländern unterwegs ist?

1.
Das kostet eine Millionen
Ich antworte: „Shekel oder Dollar?“

2.
Ich habe sehr viel Zeit reingesteckt, mache aber kein Geld und dass ich kein Geld mache, sage ich Dir nicht.

Das ist die schwierigste Antwort. Wofür soll ich also bezahlen? Dein Lehrgeld?

3.
Andere sagen:  „Ja, aber das geht nicht zum normalen Preis“. Normale Israelis eben.

Dabei gibt es eine ganz einfache Regel: „je erfolgreicher das Geschäft“ umso häufiger trifft man Typ 3 an, auch wenn einige von ihnen keine Israelis sind :-). Man redet einfach man ihnen und kommt sich näher oder nicht. Macht man ein zu niedriges Angebot sagen sie: „Nee, also so geht das nicht“.

4.
Du bist ein Spion, weil Du auch meinen Nachbarn gefragt hast

Ich antworte: „Ich will ein Business kaufen, wie soll ich ein Business kaufen, wenn ich nur Dich frage? Ich bin übrigens in Deutschland geboren und spiele nach den Regeln. Was Du mir sagst, bleibt unter uns.“

Er antwortet: „Du bist ein Spion, weil Du auch meine Nachbarn gefragt hast“. Ich habe nichts zu erwidern. Trotzdem kann ich irgendwo verstehen, dass Zahlen zum Problem werden können.

5.
Ich sage Dir nicht, wie viel ich mit meinem Business mache, aber ich werde mich über Dich lustig machen, wenn Du ein zu niedriges Angebot machst. Eigentlich geht es mir auch nur darum, mein Selbstwertgefühl zu steigern.

Ich war dumm genug, trotzdem ein Angebot zu machen

6.
Mein Business macht zurzeit xxx Euro, das lässt ich aber leicht steigern, daher will ich mehr, als mein Business zurzeit Wert ist.
Das stimmt meist, trotzdem muss man sich irgendwo treffen.

Hier hat man es meist mit einem erfolgreichen Unternehmer zu tun, mit dem man reden kann. Eine eiserne Regel: „Gibt 0 Info weiter, behalte alles für Dich, sonst bist Du tot“, denn über Zahlen spricht man nicht.

Diese Regel gilt übrigens für alle Typen, aber bei Typ 6 ist sie besonders wichtig.

Bei einigen überlege ich noch, da es sich nicht um 100 Euro dreht.

7.
„Du bist ein Spammer“

Ich könnte erwidern: „Spam ist nicht zielgerichtet, ich habe mir Deine Seite aber angeschaut, bevor ich Dich kontaktiert habe. Darüber hinaus habe ich Deine Email Adresse manuell recherchiert“. Im übrigen gefällt mir Deine Seite.

Ich erwidere aber nichts, weil die Antwort sein wird: „Du bist ein Spammer“. Wenn ich nochmals antworte, dass ich wirklich mit den besten Absichten angefragt habe, wird angegeben, dass ich irgendwo eine Weiterleitung übersehen habe (Anmerkung: ,weil ich gerade nicht konzentriert war.) Die nicht relevanten zwei Prozent werden hochgepuscht, die anderen 98 Prozent vernachlässigt.

8.
Ich bin super und Du bist ein Spammer! Außerdem haben meine Eltern Geld und ich habe bis auf meinen Blog nicht viel zu tun. Meine Einnahmen aus dem Blog belaufen sich auf 0 Euro, weil ich mich dem Verwertungssystem nicht unterwerfen möchte, da meine Eltern ja genug Geld haben.

Ich würde am liebsten antworten: „Du bist untalentiert und Dein Blog ist Scheiße“, halte aber besser den Mund.

9.
Ich will eigentlich nicht verkaufen, aber mein Blog ist eine Millionen wert und wenn Du mir zu wenig bietest, dann bist Du ein Spammer!

Warum bin ich so dämlich, auf solche Mails zu antworten? Verdammt noch mal!

10.
Wie viel bietest Du?
Ich: Xxx Euro.
Das ist zu wenig.
Ich: XXX könnten auch noch auf hochgehen.
No way
Ich: Kontaktiere mich, wenn Du verkaufen willst, schließlich werden wir alle älter. Vielleicht wirst Du weiser und ich älter und mache so viele Millionen, dass ich Dir das zahlen kann.

Dieser Typ hat meist Recht.

Mist jetzt ist es schon spät und ich möchte mich selber in diese Reihe einfügen:

ich: Du kannst mich / Dich in diese Reihe einfügen, ich möchte aber Nummer 13 sein, weil ich am 13. geboren wurde.

mein boss (ich): Dann füge ich Dich einfach als Nummer 13 ein, das merkt ja eh keiner.

Ich: Vielleicht merken es manche Leute, im übrigen möchte ich, dass Du die letzten drei Typen noch veröffentlichst.

mein boss (ich): na schön, aber nur weil Du es bist. Aber dann ist auch bald Schluss, Du musst Dich um andere Dinge kümmern. Und Deine Schnappidee mit der Verlosung wird eh niemand ernst nehmen.

ich: Danke, dass ich die Nummer 13 noch schreiben darf. Vielleicht meldet sich ja noch jemand mit einer guten Idee, man kann schließlich nie wissen.

13.
Ich lese die Anfrage und frage kurz nach: “Was bieten Sie?”. Auf die Frage, wieviele Besucher cremeschnitten.de im Monat hat, erwidere ich: “50 am Tag”.

Das Angebot von 200 Euro beantworte ich mit: “kein Interesse” und kümmere mich weiter um mein Tagesgeschäft.

Der Post ist noch nicht ganz fertig, ich werde morgen noch mal drüber nachdenken, wenn ich Zeit finde, vor allem die Typen 11. und 12 fehlen mir. Hat jemand vielleicht eine Idee?

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