Tel Aviv Blog

Leben im nicht ganz so heiligen Land

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Geh Dein Auto staubsaugen, es könnten noch Brotkrümmel drin liegen!

April 17th, 2008 · No Comments

Eben kam Kayan in mein Büro und sagte:

„schon wieder Passah, wie nervig“.

Warum?

„Meine Mutter geht mir völlig auf die Nerven. Ich soll mein Auto putzen.“

Weil Pessach ist? Was hat Pessach mit Auto putzen zu tun?

„Nein, sie will, dass ich das Auto staubsauge, weil ja noch Brotreste im Auto sein könnten.“

Ich war wie vom Donner gerührt. Abgesehen davon, dass er bestimmt keine Brotreste, sondern wenn dann Pitareste im Auto hat, hat die Geschichte schon Hand und Fuß. Zum Passah Fest muss alles gesäuerte Brot aus dem Haushalt entfernt werden (also vorher, genau genommen).

Dazu gehört im engeren Sinne natürlich auch das Auto. Mütter tyrannisieren Ihre Söhne und Ehemänner also mit: „Geh das Auto saugen, es könnte noch Brot darin sein“.

Hiermit sei angekündigt: Das Passahfest beginnt und ich werde die nächsten Tage etwas mehr dazu bloggen.

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drei israelische Soldaten sterben

April 16th, 2008 · No Comments

Am 16. April 2008 beobachteten israelische Elitesoldaten verdächtige Personen an der Grenze zu Israel im Gazastreifen. Diese näherten sich dem Grenzzaun. Die Stimmung ist in Israel zurzeit nervös, weil das Pessachfest naht und die Infiltration von Terrorverdächtigen verhindert werden soll. Weiterhin hat die Hamas mehrfach gedroht, den Zaun zur israelischen Seite zu sprengen.

Der Kommandeur der Elitetruppe reagierte prompt und schickte seine Leute über den Zaun, um die Terroristen abzufangen. Dabei machte er einen verhängnisvollen Fehler. Er prüfte nicht ausreichend, ob die Terroristen gedeckt waren. Auf dem nahe gelegenen Hügel war ein weiterer Hamasaktivist versteckt, und die Soldaten gerieten unter schweres Maschinengewehrfeuer. In der Folge starben drei israelische Soldaten, zwei wurden leicht verletzt.
Zunächst sah alles nach einem Hinterhalt aus. Die israelische Armee dementierte diese Darstellung allerdings im Laufe des Tages. Die Terroristen seien lediglich gedeckt worden. Damit stellte sich die Frage, ob der Kommandeur der Eliteeinheit fahrlässig gehandelt hat.

Die Elitesoldaten stehen zurzeit unter Druck. Mehrere Kommandeure wurden von Ihrer Position freigestellt, weil sie ihre Ziele bei Einsätzen nicht erreicht haben. Ziele sind Verhaftungen und Tötungen von Terroristen im Gazastreifen unter schwersten Bedingungen. Das war dem Kommandeur klar und er musste seine Leute losschicken, beherzt und kaltblütig. Der Druck auf die Eliteeinheiten ist groß – seine Order lautet: Infiltrationen verhindern und Terroristen töten.
Warum sind die Soldaten gestorben? Weil der Kommandeur unter Druck stand und die Lage nicht besonnen sondiert hat? Die israelische Armee verneint dies. Es gäbe Situationen, wo man schnelle Entscheidungen treffen und angreifen müsse. Dabei können Fehler passieren. Zentral ist, dass der Kommandant der israelischen Elitetruppen beherzt den Befehl zum sofortigen Eingreifen gegeben hat. Dabei sind allerdings drei Soldaten ums Leben gekommen.

Dies ist die aktuelle Nachrichtenlage und passt ins Land. Stürmen und dann fragen. Schießen und dann schauen. Aktion und dann Nachdenken. Allerdings ist diese europäische Perspektive ein wenig arrogant. Wie viele örtliche Gegebenheiten kann man prüfen, bevor man seine Leute losschickt? Wie viel Zeit hat man, bevor die Terroristen sich in ihre Verstecke zurückgezogen haben?

ch weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie besonnen ich reagiert hätte. Ich weiß nicht, was passiert, wenn man extremen Gruppen Schwäche zeigt. Fest steht, dass mir der Blutzoll zu hoch ist. Fest steht aber auch, dass man mit der Hamas nicht verhandeln kann. Man kann nicht mit einer Gruppe verhandeln, deren festgelegtes Ziel die Vertreibung der Juden aus der Region ist.

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Heavy Metal israel

March 26th, 2008 · Comments Off

Also mit Heavy Metal kenne ich mich eigentlich überhaupt nicht aus.

Heavy Metal Band Israel

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Merkel Knesset

March 18th, 2008 · No Comments

Eigentlich mochte ich Angela Merkel noch nie so besonders. Heute hat sie dennoch mein Herz erobert. Und das Herz vieler Israelis. Nein, ich denke nicht, dass die histroische Tragweite mit “Ich bin ein Berliner” zu vergleichen ist. Dafür war Merkel doch ein wenig zu langatmig mit Ihrer Ansprache. Die großen Sätze dieser Geschichte sind kurz.

Nach der Arbeit habe ich eine kleine Tour durch Tel Aviv gemacht war in verschiedenen Kiosken. Gebannt schauten die Kioskbesitzer in die Röhre, viele wussten noch gar nicht, dass Merkel sich auch auf Hebräisch an die Knesset gewendet hatte. Die Reaktion war vor allem: Überraschung.

Angela Merkel hat mit hebräischer Eröffnung und hebräischem Schluss das Eis gebrochen. Soviel steht fest. Selbst moderate Israelis – vor solche, die kaum etwas mit Deutschland zu tun haben, geschweige denn etwas über Deutschland wissen, fanden es etwas befremdlich, dass in der Knesset Deutsch gesprochen werden sollte. Dass sich Angela Merkel vor der Knesset mit Kritik zurückhalten würde, war ohnehin klar. Aber Hebräisch war eine Überraschung und mehr – es war ein Friedensangebot an all die Kritiker und Aufrührer, die kein Deutsch in der Knesset hören wollten.

Auf der anderen Seite ist es unheimlich, dass die Kritik fast ausschließlich aus dem sehr rechten Lager kam. Es hatte fast den Anschein, dass Merkels Ankündigung, vor der Knesset auf Deutsch zu sprechen eher für rechte Parolen missbraucht wurde als dass sich eine wirklich fundamentale Kritik daran festmachen ließ. Das moderate rechte Lager kritisierte Merkels Entscheidung zwar ebenfalls im Vorfeld, schwieg dann aber nach Merkels Rede. Ich denke, nicht nur, weil jeder Schuss hier nach hinten losgegangen wäre. Nein, eigentlich war Merkel zu “hamud”, zu süß um beschossen zu werden.

Shimon Peres konnte sich ein kurzes Flackern mit den Augen zwar nicht verkneifen. Angesichts seines Alters lässt sich das aber hoffentlich verzeihen…

Damit hatte wohl keiner gerechnet. Mein Gefühl sagt mir, dass Angela Merkel einen Riesenfan in Israel hat – Zipi Livni. Ich würde gerne wissen, wer diese Idee hatte. Naja, mal sehen, ob Zipi es irgendwann einmal bis ganz nach oben schaffen wird.

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mein neuer Kollege spricht kein English

March 17th, 2008 · Comments Off

Die Russen kommen. Mit Glasnost und Perestroika öffnete sich für viele russische Juden die Möglichkeit, Russland zu verlassen und ins Land, wo Milch und Honig fließt auszuwandern. Auf Milch und Honig warten Sie noch heute, aber das tun die meisten Israelis auch.

Ca. 1 Millionen Russen sind seit 1990 nach Israel eingewandert. Die israelische Bevölkerung ist durch die russische Einwanderungswelle um ca. 20 Prozent gewachsen. Es gab riesige Probleme die vielen Russen unterzubringen, die Hebräischkurse hoffnungslos überfüllt.

Aber darüber will ich gar nicht sprechen. Wichtiger ist mir gerade, dass viele der russischen Einwanderer kein English sprechen. English wird in Russland einfach nicht an der Schule gelehrt und so habe ich mich daran gewöhnt, mit russischen Israelis Hebräisch zu sprechen. Sofern ich sie denn treffe, was eher selten passiert. Es sei denn, ich bin gerade im Supermarkt. Ansonsten ist die Schnittmenge eher gering. Russen, die in jungen Jahren nach Israel eingewandert sind (bzw. sogar hier gebohren wurden), sprechen übrigens hervorragend English, es kommt immer ganz darauf an, in welchem Alter sie eingewandert sind.

Nun hatte mein Chef die großartige Idee, man könnte endlich auf dem russischen Markt aktiv werden und hat einen russischen Israeli eingestellt. Da ich für Content und Landesentwicklung zuständig bin, landen Neulinge erst einmal bei mir. Super, dass man Chef vorher geprüft hat, ob Leonid Englisch spricht.

Und er kann kein English. Also gibt es nur eine Sprache, in ich mich mit Leonid verständigen kann: Hebräisch. Und ich fand mich das erste Mal, seit ich in Israel bin damit beschäftigt, jemandem auf Hebräisch zu sagen, was er tun soll.

Irgendwie geht die Geschichte immer weiter, es passiert ständig etwas neues in diesem Land. Ständig stehe ich irgendwo auf dem Schlauch. Konversationen mit Ihm sehen etwas so aus:

Maxime (4:21 PM):

leonid, you need a Russian keyboard.

leonidos (4:22 PM):

למה אתה שואל ?

Maxime (4:23 PM):

its not a question, how do you want to write in Russian with out a keyboard.

leonidos (4:23 PM):

כן, אני צריך

עברית, אנגלית, רוסית

Maxime (4:24 PM):

do you know where to get one? It might be easier that you buy the keyboard and BOSS gives you the money for it…

leonidos (4:24 PM):

אני אבדוק את זה, בסדר

Maxime (4:25 PM):

thanks!

 

Leonid ist früher als ich nach Israel gekommen und hat früh Hebräisch gelernt. Trotzdem hat er noch diesen starken russischen Akzent. Schreiben kann er besser auf Hebräisch, als auf Englisch. Und verstehen würde er mich auf English, kann aber nicht auf English antworten. So reden wir eben Hebräisch und schreiben uns auf Hebräisch und English.

Es wird zum Alltag, sich im Sprachchaos zu befinden. Die meisten Israelis merken es gar nicht so, weil sie viel Hebräisch untereinander sprechen. Aber ich merke es. Ich merke, was die Einwanderer leisten müssen, wie viele Sprachen sie gleichzeitig sprechen und verstehen müssen.

Egal, manchmal langweile ich mich dennoch :-)

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if the army doesn’t kill them they kill themselves

March 6th, 2008 · Comments Off

Spätestens seit Iris Bahr sich seitenweise über Ihre Asienabenteuer ausgelassen hat, weiß so ziemlich jeder, was eine gute Israelin nach zwei Jahren Militärdienst macht. Israelis müssen drei Jahre zum Militär (IDF) und machen nach dem Militärdienst das gleiche wie Israelinnen.

Sie fahren auf Weltreise. In Israel gibt es kaum junge Menschen zwischen 20 und 22, weil sich diese alle auf Weltreise befinden, vornehmlich in Indien, Thailand und Südamerika. Einige machen darauf das Geschäft ihres Lebens und beginnen indische Schönheitsprodukte nach Israel zu importieren. Andere ruinieren ihr Leben, indem sie sich in Indien mit Hasch erwischen lassen. Aber dafür gibt es in Tel Aviv zum Glück bereits spezialisierte Anwälte: wir holen Ihre Kinder aus dem indischen Knast.

Die Army ist hart in Israel, nicht wenige Israelis sterben bei Übungen oder Kriegseinsätzen. Was die IDF nicht schafft, schaffen aber unter Umständen australische Krokodile. Ein Israeli (22, also nach dem Militär) befand sich mit einem Freund in Australien als sich folgendes zutrug:

Israeli in Australien

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Yom Ahava – Valtentinstag in Israel

February 14th, 2008 · Comments Off

Gestern habe ich mal wieder mit einer Frau telefoniert, die ich auf einer Datingseite kennen gelernt habe. Haben Sie jemals Komplimente für Ihren deutschen Akzent bekommen? Ich schon, gestern! Als ich angefangen habe zu sprechen rief sie nur “Eize mivta’a germanid yafa”. Was für ein schöner deutscher Akzent. Unglaublich! Andere bekommen Komplimente für ihren verführerischen franzöisischen oder italienischen Akzent, in Israel kann man sogar Komplimente für seinen deutschen Aktzent bekommen.

Das Gespräch war sehr nett, zum Schluss vereinbarten wir ein Treffen für heute. Sie sagte: “aber es ist Valentinstag, das weißt Du!”. Ich rief nur: “Oh nein, oh nein, ich will uns nicht unter Druck setzen”, was auch ein Scherz war.

Die Israelis machen so ziemlich alles mit, was es an Festen aus dem Westen gibt. Sylvester wird in Israel ebenso gefeiert (obwohl der jügische Kalender sein eigenes Neujahr hat=rosh ha’shana) wie es einen Valentinstag in Israel gibt. Valentinstag wird in Israel übrigens Yom Ahava genannt, was soviel bedeutet wie “Tag der Liebe”.

Von ersten Beobachtungen kann ich sagen, dass genauso wie in Europa eine riesige Verkaufschau um den Valentinstag in Israel gemacht wirdt: Werbeplakate mit Diamanten von Stern (großer Juwelier) und sonstigem Schnick Schnack, sogar der Netzbetreiber meines Handys schickte mir eine SMS (Spam SMS :-) ) und betonte, dass es zum Valentinstag in Israel natürlich besondere Angebote für Partner gäbe.

Gut, falls das Date heute stattfindet, werde ich versuchen, mehr über die zwischenmenschlichen Aspekte vom Valentinstag in Israel herauszubekommen. Zum Beispiel, ob die Männer den Valentinstag in Israel vergessen, während die Frauen sich eine kleine Aufmerksamkeit wünschen. Bis dahin muss der Valentinstag in Israel auf mich warten…

Egal ob Israel, Deutschland oder ein anderes Land. Überall kann man den Garten genießen. Für Deutschland ist der Valentinstag allerding noch zu früh für den Garten.

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Danke für die Blumen

February 12th, 2008 · Comments Off

Heute war ich mal wieder bei einem Bewerbungsgespräch. Die Firma Dmatek hat mich eingeladen. Die wussten zwar nicht genau, was sie mit mir wollen, aber mein CV hat ihnen wohl gefallen.

Ich war natürlich pünktlich und bekam den üblichen Fragebogen auszufüllen. Dabei unterhielt ich mich nett mit der Empfangsdame, die gar nicht damenhaft war. Ich stammelte dabei mein feinstes Hebräisch und bekam mal wieder Komplimente für Stammeln.

Ich setzte mich hin, füllte den hebräischen Fragebogen aus und ließ die Atmosphäre auf mich wirken. Die Empfangsdame rief die HR Tante an und fragte wo diese bliebe. Ach ja, mal wieder im Stau. Der Bewerber ist da, ja, sehr süß.

Ich war mal wieder wie vom Donner gerührt und schaute mit offenem Mund rüber. Sie hatte mich “hamud” genannt. Sie ignorierte das und telefonierte mit der anderen HR Tante. Ja, Maxime, hamud hörte ich nur.

Ich saß einfach nur da und füllte den Fragebogen weiter aus, soweit ich das auf Hebräisch konnte, lächelte dabei vor mich hin. Ich bin also hamud.

Danke für die Blumen!

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Suchmaschinenoptimierer in Tel Aviv

February 11th, 2008 · Comments Off

Mein Chef ist 26 und ich zehn Jahre älter, das ist wohl schon bekannt. Er ist in einem gewissen Sinne genial. Er besitzt die Fähigkeit zu ignorieren und ist als Suchmaschinenoptimierer genial und absolut ausgekocht. Vermutlich ist er der beste Suchmaschinenoptimierer in Israel. Er ist aber zwischenmenschlich ein absoluter Vollidiot. Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten:

*Boss (04:14 PM) : **‎*
What about the language portals, the are not online.

*Maxime (04:29 PM) : **‎*
I placed them months ago.

*Boss (04:14 PM) : **‎*
that are not on or system

*‎**Boss (04:14 PM) : **‎*
no more?

*‎**Boss (04:25 PM) : **‎*
?

*‎**Maxime (04:26 PM) : **‎*
Der “Boss” erhält eine Liste der Portale, inklusive der sogenannten Site Ids (interne Kontrollnummer). Alles schön organisiert, wie es sich für einen deutschen Einwanderer gehört. Alle hatte ich bereits drei Monate zuvor ins System gestellt eingestellt, aber die HTML Abteilung ist mit dem hochladen nicht nachgekommen.

*‎**Boss (04:27 PM) : **‎*
ok, send me content, I’ll get it made in swedish also

*‎**Maxime (04:29 PM) : **‎*
yes, swedish is the only one thats missing. The fucking indian never did
it. But he did five languages. And I still have to upload the Arabic one.

*‎**Boss (04:29 PM) : **‎*
ok.. please upload so we can start building links

*‎**Maxime (04:29 PM) : **‎*
the arabic one?

*‎**Boss (04:29 PM) : **‎*
Send me now Email with swedish – getting it made.

*‎**Boss (04:29 PM) : **‎*
yuh

*‎**Maxime (04:29 PM) : **‎*
all the other ones are on the system, but waiting to be uploaded since months, you got that, right?

*‎**Maxime (04:30 PM) : **‎*
apart from swedish and arabic.

*‎**Boss (04:30 PM) : **‎*
yup.

*‎**Boss (04:30 PM) : **‎*
so for swedish, I’ll try to get it made now

*‎**Maxime (04:31 PM) : **‎*
thanks, placing it on the system isn’t that big of an issue, since its just swedish.
bulgarian and chinese where hell

*‎**Boss (04:32 PM) : **‎*
:-)

*‎**Boss (04:32 PM) : **‎*
sent me details?

*‎**Maxime (04:33 PM) : **‎*
so after three months, you are suddenly in a hurry?

:-)

*‎**Boss (04:33 PM) : **‎*
Wasn’t my task ;-)

*‎**Boss (04:34 PM) : **‎*
but yes.. its always a hurry

*‎**Maxime (04:34 PM) : **‎*
I finished most of it months ago.

*‎**Boss (04:34 PM) : **‎*
its taking us much time. not pointing to anything when saying wasn’t my task

(DAS IST DEFINITIV DER BESTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!). Ich platziere den Content aber hochladen tut das die HTML Abteilung, die dafür Monate braucht!

*‎**Boss (04:34 PM) : **‎*
plus, ralph can build links to it

*‎**Boss (04:34 PM) : **‎*
so better to take action

*‎**Maxime (04:38 PM) : **‎*
sent you the template

*‎**Boss (04:38 PM) : **‎*
tnx

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Hightec startup I

February 11th, 2008 · Comments Off

Ja, ich bin Suchmaschinenoptimierer. An der einen oder anderen Stelle ist es schon durchgekommen. Es ist, wie Oded sagt, ein comfy job. Ich sitze den ganzen Tag nur rum und tausche Links oder mache mal schnell zehn Webseiten. Am Fließband sozusagen. Mein Chef ist 10 Jahre jünger als ich und ein Controlfreak.

 Hier ein ICQ Gespräch zwischen meinem Chef und Ben. Zur Erklärung:  Um tausende Webseiten hochzuziehen braucht man natürlich viele Webhostings. Und der arme Einwanderer aus New York bestellt den ganzen Tag nur Hostings. Was nicht so einfach ist, weil wir bald mehr Webseiten haben, als es Webhostings auf der Welt gibt:

[17:43] Boss: You gotta get in shape.. Talk to Ilan, check how he used to do it. 50 hosting packages is not a big deal to order. it takes time to manage and not to make mistakes, but the order itself.. How can it take more than 20 minutes to order each?
[17:44] Angestellter II: ok, well it’s harder to find decent deals when we have a large amount of the recurring deals. i get asked to do little tasks by people pretty regularly, etc.
[
17:45] Boss: recurring deals?
[
17:46] Angestellter II: yea, the same hosting companies are repeated daily on the forums
[
17:46] Boss: but I sent you sites that has hundreds of hosting packages. if not more [only 50, btw]
[
17:48] Angestellter II: i checked through that. there were very few we could actually use
[
17:48] Boss: ok.. so share that info.
[
17:48] Boss: so we can do some thing
[
17:49] Angestellter II: i’m pretty sure i sent it to you let me chcek
[
17:50] Angestellter II: the email entitled ‘potential new english hostings’ sent 1/10 (Anmerkung: die mail hatte mein Kollege zwei Wochen vorher geschickt)
[
17:52] Boss: ok.. will make a list to check

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Schnee in Israel

January 31st, 2008 · Comments Off

Heute morgen hat mir ein Arbeitskollege (Ido Fishman) folgendes Bild geschickt, das er auf seinem Balkon aufgenommen hat. Ein nicht ganz so seltenes Bild für den Norden Israels, aufgenommen in Ein Zivan. Auch in Tel Aviv hat es geregnet und gehagelt, aber von Schnee keine Spur. Dafür ist der Schnee im Norden Israels umso heftiger gefallen:

Auch in Jerusalem hat es geschneit. Das bisschen Schnee ist eine richtige Katastrophe, denn Israel ist nicht auf Schnee eingestellt: alle Schulen wurden geschlossen und Berufstätige aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Ach wie schön ist es in Israel, bei Schnee: man kann einfach zu Hause bleiben!

walls.jpg

Es entsteht ein sogenannter Schneetourismus nach Jerusalem. Tel Aviver wollten ihren Kindern mal echten Schnee zeigen und packen ihre ganze Mischpoke ins Auto. Jerusalem liegt auf etwa 800 Meter Höhe. Das heißt, es ist im Winter deutlich kälter als in den Küstenregionen wie Tel Aviv. Auch der Sommer in Jerusalem ist angenehmer als in Tel Aviv: Es kühlt in Jerusalem nachts deutlich ab, während sich die Hitze in Tel Aviv bis in die frühen Morgenstunden staut. Dafür verbrennt einem die Sonne tagüber die Haut (liegt an der Höhe). Naja, ich hole mir in Tel Aviv auch schon einen Sonnenbrand, wenn ich aus dem Fenster schaue, egal.

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Babyboom oder die Erotik dicker Bäuche

January 27th, 2008 · Comments Off

Am Wochenende habe ich ziemlichen Unsinn gemacht (heißt eine Beziehung beendet und die nächste halb begonnen). Dabei ist mir der Kinderwahn israelischer Frauen noch einmal vor Augen geführt worden. Überall sieht man Frauen mit dicken Bäuchen rumlaufen. Spätestens mit 30 beginnt eine kollektive Torschlusspanik bei israelischen Frauen: “Oh Gott, ich habe noch keine Kinder”. Die Herren sind da natürlich viel souveräner. Scheint es, trotzdem gehen Links zu ‘lustigen’ Seiten umher, die sich mit der richtigen Handhabung von Babys beschäftigen:

Babyboom

Well, als Merav diese Woche aufgestanden ist, konnte ich ihr kleines Bäuchlein sehen (nein, sie ist nicht schwanger) und ein wohliges Gefühl machte sich in mir breit. Es sollte wohl eine Vorahnung auf die Nachricht sein, die mir Zohar zwei Tage später in meiner Mittagspause überbringen sollte.

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Suchmaschinenkrieg

January 25th, 2008 · Comments Off

Nun ist es wohl passiert und ich kann mich auf eine heiße Woche gefasst machen. Wir haben auf dem deutschen Portal die Nummer 1 Position verloren, d.h. wir sind für google Suchen nur noch auf Platz Zwei für ein heiß umkämpftes Suchwort. Es hat mich ohnehin gewundert, dass wir so lange Nummer 1 waren, in den letzten Wochen habe ich mich auf ein anderes Portal konzentriert. Da das Portal einen großen Anteil des Profits für das Unternehmen ausmacht, wird mein Chef ziemlich toben.

Auf der anderen Seite ist er bis heute nicht bereit, mich vernünftig an dem Portal zu beteiligen und spricht von “Unternehmensvisionen” und von einem Team. Es ist immer schön zu hören, dass wir im Team arbeiten, aber die Probleme auf meinem Portal von mir gelöst werden müssen.

Es ist auch nett zu sehen, wie die Konkurenz arbeitet. Eine Gruppe von polnischen Spammern bietet Besucherzähler und andere Homepage plugins kostenlos zum download an. Was die Webmaster (von meist privaten Seiten) nicht sehen, ist dass der Besuchercounter einen unischtbaren Link auf das Portal der polnischen Spammer setzt. Mein Chef zuckt nur die Achseln und sagt: “welcome to reality”. Ich wusste auch vorher, dass das Realität ist, aber gegen solche Spammer mit einigermaßen normalen Mitteln anzukämpfen ist ziemlich schwierig. Der Linkaufbau geschied in einem gewissen Sinne automatisch.

Gut, ich sollte mich wohl dieses Wochenende ausruhen, denn es ist Action angesagt.

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Habibi und Hamud

January 15th, 2008 · No Comments

Für alle youtube Fans:

Hamud

Hamud, oder besser Chamud bedeutet “süß” und wird in etwa so verwendet: “Oi, ist diese Katze nicht süüüß?”. “Sooo cute”. Nerv.

Habibi kommt auch vor und bedeutet: mein Freund. Ist aber kein Hebräisch, sondern Arabisch. Die Struktur ist aber die Gleiche. Chaver ist Hebräisch und heißt “Freund”. Durch das Anhängen des “i” an das Ende entsteht “mein Freund”. Geht auch mit “Aba” (Vater), der zu Avi wird oder “meiner Mutter”, die Imi ist, aber nur als Mutter Ima ist. Vor zwei Jahren war es in Tel Aviv in, Habibi zu sagen, ist aber mittlerweile wieder out.

Egal, viel Spaß, ist lustig…

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Fernsehen nach Sex

January 15th, 2008 · Comments Off

Wir saßen auf ihrer Couch und knutschten herum, sie hatte es ziemlich eilig, mir die Kleider vom Leib zu reißen und mich zu umschlingen. Ich hatte es nicht ganz so eilig, obwohl ich 1,5 Jahre in der Wüste gewesen war.

“Das war die Wüste ” bedeutet: “ich hatte keinen Sex”. Ein sehr schöner Ausdruck, mit wem sollte man in der Wüste denn auch schlafen. Ich meine, man kann in einer solchen Situation tatsächlich anfangen, Kamelkühen auf die Vagina zu stieren. Gut ich war nicht in der Wüste, sondern in Tel Aviv, kam mir bei jedem Gespräch mit einer Frau aber vor wie ein Dreijähriger. Auf diesem Niveau spreche ich etwa Hebräisch. Vielleicht ist es doch ein bisschen auf die Substanz gegangen.

Im Hebräischen gibt es einen alten Ausdruck der Verwunderung oder des “puh” oder “boooh” sagen, den heute kaum noch jemand benutzt: “Oi wai woi”: Oi wai woi, es ist schon drei Uhr? Da muss ich mich aber sputen.

Als ich in sie eindrang, machte sie “Oi”. Ich war wieder einmal wie vom Donner gerührt. Ich hätte es nicht geglaubt, wenn es mir jemand erzählt hätte. Laute beim Sex sind selbstverständlich und gehören dazu. Als Europäer erwartet man aber gewisse Laute, wenn sie denn kommen. Aber nicht: “Oi”. Vielleicht war es der Moment, wo ich gemerkt habe, dass zwei Kulturen aufeinanderprallen. Thorsten fand das richtige Wort dafür. Ich nannte es zunächst “fremd”, Thorsten korrigierte mich: “exotisch”.

Das war sie allemal. Dunkel wie eine Araberin, fast schwarze Augen. Und sie kam schnell, sehr schnell. Erneut war ich wie vom Donner gerührt.

In Israel wird ständig Panik gemacht. Man liebt es Panik zu machen. Webseite XY ist uns auf den Fersen, wir brauchen mehr Links schreit mein Chef. Wir haben erst vier Texte besprochen, wir müssen noch einen fünften besprechen, sagt die Lehrerin im Ulpan, egal, ob ihr die davor verstanden habt oder nicht. Das Wort “Blumen pflücken” ist dann aber super wichtig, so wichtig, dass es unbedingt eine halbe Stunde besprochen, bis auch der letzte dämliche Einwanderer aus Russland, Amerika, Frankreich oder Deutschland es verstanden hat. Ich habe mich geweigert, mir das Wort zu merken, weil ich es weder auf English noch auf Französisch kenne und beide Sprachen trotzdem fließend beherrsche.

Yalla, Yalla wir fliegen gleich womöglich in die Luft. Panik, Luftschutzbunker, Atombomben und die ganzen bösen Araber (die uns killen würden, wenn wir nicht bis an die Zähne bewaffnet wären, muss ich leider zugeben). Trotzdem: Ich bestelle einen Aperativ.

Sie lies mich kommen und wartete kurz ab. Dann sprang sie auf, zog sich an und machte den Fernseher an. Ich war zum dritten Mal an diesem Abend wie vom Donner gerührt. Irgendeine Scheiß amerikanische Soap über einen Engländer und eine New Yorkerin, die sich in New York kennen gelernt hatten und mit Kulturunterschieden zu kämpfen haben.

Ich bin mir nicht sicher, ob es die richtige Frau für mich ist.

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